Archiv

Archiv für den Monat August 2012

Ja, was ist das hier. „Ein“ Blog oder „das“ Blog. Was das für ein Ding weiß der Leser wahrscheinlich schon. Also werde ich hier die eigenen Elemente erklären.

Was hat es mit dem Wort „cundar“ auf sich und ein kurzer Ausblick.

„Cundar“ kommt angeblich aus dem Altdeutschen und soll für „Monster“ stehen. Sollte die Bedeutung wirklich stimmen (Ich habe versucht die Quelle zu prüfen aber nichts gefunden was dagegen oder dafür spricht.) passt sie recht gut zu mir. Und nicht nur weil mein echter Name damit auch was zu tun hat.

Soviel zum Wort. Kommen wir zum Zeichen.

Das Zeichen besteht also aus diesen zwei Pfeilen und einem Ausrufezeichen in Fraktur. Es stellt ein Gesicht dar, das die Augen zusammendrückt. Es ist auch eine Meinung die in „die Mangel genommen wird“. Das Ausrufezeichen steht für die Meinung, die Pfeile für die anderen Meinungen. In Gesichtszügen findet sich meist schon Meinungen wieder, bevor der Mund aufgemacht wurde. Und geschriebene Meinungen drücken eben auch Emotionen aus. Das soll das Zeichen vereinen.

Ich wurde darauf angesprochen ob dieses Zeichen auch eine Art „Guy Fawks“-Maske/Zeichen sein soll.
Das Zeichen entstand als ich noch nichts von dieser Maske und ihrer Bedeutung wusste. Jetzt kann ich nur sagen das es eindeutig zu oft benutzt wird und durch Anonymus politisch belegt wird. Der historische Fawks wäre tatsächlich bisschen ein Sympathieträger. Nur muss ich ihn heute unter dem Blickpunkt sehen, das er ein gewöhnlicher religiöser fundamentalistischer Terrorist ist. Ein Katholik wohlgemerkt.

Anonymous-Anhänger demonstrieren gegen Scientology in London, Quelle: Wikipedia/James Harrison

Aber es ist ja das Amüsante: Die historische Gestalt würde heute von denen, die sein – durch den Comic „V  wie Vendetta“ – verzerrtes  Konterfei tragen, vermutlich abgelehnt werden.

Denn in „V“ herrscht eine billig-faschistisch Dsyotopie und bedient den in der westlichen Welt berechtigten aber mittlerweile hoffnungslos hysterischen  antifaschistischen Reflex. Müssen wir wirklich vor so einem plumpen Bedrohungsszenario Angst haben? Was ist mit 1984? Oder vor allem „Brave New World„?

In Zeiten von technokratischen Regierungen die faktisch von globalen Eliten ernannt werden, der Auflösung der europäischen Völker  mit den typischen Begleiterscheinungen (rechtsfreie Räume die an Banden, fremde Kolonisten, übermächtige Großunternehmen oder fanatische „heimatbewusste Einheimische“ fallen), steigende soziale Ungerechtigkeit sowie die Politisierung, die Verwissenschaftlichung aller Lebensbereiche. Gerade Letzteres stimmt mich nachdenklich, mittlerweile öfters wütend, denn: Da wird für Geschlechtergerechtigkeit  (Gender Mainstraeming) gekämpft aber gleichzeitig wissenschaftlich bewiesen das es doch eigentlich gar keine festen „Geschlechter“ gibt da wir ja „Gender“ (die sozial konstruierten Geschlechterrollen) haben.  Da wird pausenlos die Agitation für den Klassenkampf betrieben – nur sind die Fahnen jetzt nicht mehr rot sondern rosa und statt „Klasse“ wird jetzt gleich „Menschheit“ geschrien. Kommunismus braucht man auch nicht mehr, dafür nimmt man den Begriff „Demokratie„, „Revolution“ ist auch schon veraltet und gegenüber blauäugigen Bürgerlichen doch zu hart, sagen wir stattdessen lieber „Emanzipation„! Ach ja, die „Diktatur des Proletariats„? Nur noch bei Nostalgikern in Verwendung. „Selbstbestimmtes Leben“ hört sich soviel besser an. Neue Methoden, neue Symphonien, Themen, stellenweise ein anderes Orchester und nur noch selten Dirigenten. Doch immer noch der gleiche Takt.

Wie ich dazu ansonsten stehe, zeigt dieses Video auf YouTube sehr anschaulich. Hier klicken (FSK 6)

Also bin ich auch nur ein Sterblicher und trotz dieses Ausflugs in abgehobene Dinge wie gerade, an den wunderbaren Trivialitäten die unsere Konsum- und Wohlstandsgesellschaft hervorgebracht hat interessiert. Meistens kann ich mir allerdings selbst da nicht verkneifen, Kommentare abzulassen. Denn selbst diese Trivialitäten sind für mich nette, brauchbare, praktische, technische, zivilisatorische Sachen, auf die ich nicht verzichten möchte – solange sie die Kultur nicht schädigen.
Denn Wurzeln bringen die eigentlich Kraft, verhindern, dass man abhebt… und sorgen für anständiges Bier!  Ich schreibe also allerlei Absonderliches. Weil es eigentlich normal ist, auch wenn es der Zeitgeist gerade nicht so will.

Mal sehen wo es mich in diesem Ozean zwischen allgemeinen Selbstbetrug und Defätismus hintreibt. Das Ruder halte ich in der Hand. Wenn ich es benutze, wird man hier davon lesen.