Die Jungdeutschen

KolumneMensch, was müssen sich die die Sozial-Ingenieure in den letzten Wochen gefreut haben! Endlich wird über die „tabuisierten“ und „alltäglichen“ Restbestände einer scheiß weißen, patriarchalen und menschenverachtenden Gesellschaft geredet.  Die Netzplattformen der großen Zeitungen waren voll von der Darf-man-jetzt-noch-Neger-sagen-Debatte und jetzt wird mit gleichem Hurra der Sexismus behandelt. Die Neger-Debatte wurde kontrovers ausgeführt, auch wenn der veröffentlichte (!) Grundtenor (natürlich) der war, dass diese bösen Begriffe weg müssen, da sie eben ein „rassistisches, überlebtes Weltbild“ weitervermitteln und doch der Deffinitionsmacht des „Weißen Mannes“ dienen.

Dass das Umbenennen von Begriffen das Problem an sich nicht löst und lediglich die eine Seite behandelt, scheint keine Rolle zu spielen. Dieses Vorgehen, etwas nur aus der Gegenwart zu betrachten, erinnert mich an mittelalterliche Verhältnisse, wo man Geschichten, die in der Vergangenheit spielten, in zeitgenössischen Motiven verpackte. Was man tat, war richtig. Reflexion gab es nicht.

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