Rassismus. Überall Rassismus. #5 – Bikinis, Rassismus und verbotene Gelüste

cundars Rassismus- Überall Rassismus #5-01Ich hätte nicht gedacht, dass ich die Reihe so schnell fortsetzen kann aber bitte schön: Das im Antirassismus, der „Kritischen Weißheitsforschung und der „Politischen Korrektheit“ der Wurm drin ist und diese maßlose, einseitige Übertreibungen produzieren kann, beweist mal wieder SPON. Hier wird auf einen US-Blog verwiesen(Verweis), auf dem die schwarze Autorin Dodai Stewart den Bikini-Bildern der Sports Illustrated „Rassismus und koloniale Rollenbilder unterstellt(Verweis)„, die das Exotische durch Stereotypen produzieren.

So, so.

Bei solchen Aufnahmen geht es ja „vielleicht“ genau darum: Wer ist denn die Zielgruppe? Der normale US-Amerikaner (egal ob männlich, weiblich, „weiß“, „schwarz“ oder „grün“), der leichtbekleidete, wohlgeformte und idealisierte Weibsbilder sehen möchte. Geschätzte 90% der Betrachter werden diese Art Frauenkörper leibhaftig nie zu Gesicht bekommen, dadurch sind die abgebildeten Frauen schon hochgradig „exotisch“ und ideal, sie deswegen mit dem entsprechenden Hintergrund auszustatten ist nur logisch. Natürlich sind die ganzen Szenerien um die dargestellten Damen nichts weiter als Kulisse die der einfachen und oberflächlichen Betrachtungsweise dieses Bildertyps genügen muss. Es werden Phantasien bedient. Und das geht am besten mit Stereotypen, in dem man die kulturellen, landschaftlichen und völkischen Eigenarten konzentriert darstellt. Bei einer Bildberichterstattung über das Oktoberfest wären sicher auch weiße Frauen in Dirndl, Maßkrüge und Brezeln abgebildet worden. Warum nicht in Namibia einen nackten Mann in traditionellen Lendenschurz? Es ist schon klar das in Afrika nicht alle nackt rumrennen aber diese Fotos sind ja keine Reportage. Wie langweilig wäre es auch gewesen, die Frauen in einem namibischen Einkaufszentrum abzulichten, die es von der Bauform vielleicht in den USA auch zu hauf gibt? Wo wäre da der reizvolle Unterschied gewesen? Enttarnend ist, dass die Autorin die Aufnahmen in denen z.B. europäische Klischees / Stereotypen (Matadoren in Spanien) „als nicht so schlimm“ findet aber um die Darstellung des namibischen nackten Mannes einen mords Aufstand macht.  Der Spiegel ist ausnahmsweise so kritisch und verweist auf andere Blogger die die Hauruck-Argumentation der Bloggerin ähnlich kritisch sehen(Verweis).

Zitat von Peter Bella:

“ […]And so outrage is being directed at “Sports Illustrated” over its 2013 Swimsuit Issue. The magazine’s crimes against tender sensitivities include posing white models with indigenous people in their native garb and with penguins in their natural habitat. That’s right folks, even penguins are protected by the politically correct multi-culti storm troopers.

[…] We all learned something important. We finally know what an associate professor of Critical Culture, Gender, and Race Studies and a Professor of History and Ethnic Studies, Director, Center for the Study of Race and Ethnicity in America (CSREA) do. They earn their living by being perpetually disturbed. […]“

Ich frage mich auch, wie die Motive hätten aussehen sollen, damit die Vorwürfe nicht aufgekommen wären? Damit verbunden ist auch, wie denn dieser individualistische Einheitsmensch aussehen soll, den sich die Angehörigen der oben genannten Theorien/Lehren vorstellen? Und vor allem: Warum müssen dafür verortbare landschaftliche, kulturelle und völkische Eigenarten verschwinden? Warum sollte man noch Verreisen, wenn es keinen Reiz, keine Lust, nicht diese erfassbare Einzigartigkeit wie sie das Erdenrund hervorgebracht hat und die kontrastreiche Heimat in die man wieder zurückkehren kann, mehr gibt?

Was ist so schlimm daran?

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