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Archiv für den Monat März 2013

… gegen die Homoehe in Frankreich. Schon etwas älter (von Januar).

Und von diesem März:

In Deutschland sind solche Versammlungen zu so einem Thema undenkbar. Manche sagen: „Zum Glück“ und beleidigen die Gegner über Umwege schlichtweg als Idioten und schmeißen sie alle in einen Topf [Verweis Spiegel]. Die anderen sollten die Bilder einfach mal wirken lassen. Dann erschließt sich einem, warum die Bilder peinlichlichst genau von unseren Medien zurückgehalten worden sind: sie sind erbaulich.

Hier gehts zum Kommentar von Dieter Stein (Chefred. von der Jungen Freiheit).

Links: Carl Friedrich Gauß, Rechts: Alexander von Humboldt

Links: Carl Friedrich Gauß, Rechts: Alexander von Humboldt; Quelle: Wikimedia

Das hat man für einen Film: Ein weltberühmtes Buch als Grundlage, die modernste Kameratechnik, eine gute Ausstattung, Gelder, Organisationskraft und gute Schauspieler.

Und was macht man daraus?

Man ersäuft die spannende Geschichte in einer Bilderflut. Naturaufnahmen statt Inhalt! Man zieht Humboldt die Uniform und damit die janusköpfige Haltung aus, wird Patriotismus erwähnt – im Buch ganz neutral der Zeit entsprechend behandelt – wird es hier als stumpfsinniges Etwas beschrieben (wiederum ganz entsprechendes des heutigen Selbsthasses) und die Fürsten sind noch lächerlicher als sie im Buch beschrieben wurden. Dem wachsenden  Erzählstrang wird die Reihenfolge geraubt und Schlüsselszenen (Die Begnungen mit Fürsten werden auf ein Minimum begrenzt, große Teile des Lebensweges, die Jugend, weggelassen; usw.) übergangen, die Handlung trivialisiert. Und das, obwohl der Autor des Buches beim Drehbuch mitgearbeitet hat.
Wo der Film die Vorstellung des Zuschauers sprengen könnte, verfällt er auf die Grenzen einer Theaterbühne! Übertriebene Haha-Momente übertrumpfen die historischen und tiefen Aussagen des Buches. Die Philosophie weicht dem Kitsch auf dem Niveau einer Produktion des öffentlichen rechtlichen Rundfunks zur Primetime am Dienstagabend. Der ganze Film spiegelt sich in einer Szene wieder, in der Humboldt sich vor versammelter Mannschaft inklusive Gauß einnässt. Die Kamera hält voll drauf. „Das ging in die Hose“ trifft damit auch auf diesen Film zu.(Ich weiß nicht, ob Alex. von Humboldt wirklich inkontinent war. Wenn ja, dann mag diese Darstellung ansatzweise gerechtfertigt sein. Wenn nicht, ist sie noch überflüssiger als sie es jetzt schon ist.)
Ein Epos hätte es sein müssen  und nicht so etwas!

Und dann doch… Gute Bilder – ach was – so richtig stimmungsvolle Bilder, manche Reste der Geschichte die überzeugen. Eine Enttäuschung aber keine Zeitverschwendung.

Dieser Film ist wieder ein Beweis dafür, dass der „Deutsche Film“ abseits vom 2. Weltkrieg, DDR und Alltagsgeschichte lahmt. Gerade bei historischen oder epochalen Themen. Als nächstes werde ich mir die „Männer der Emden“ ansehen. Auch hier erwarte ich nichts, freue mich aber auf Überraschungen.

Der Verein „Mehr Demokratie e.V.“ sammelt Stimmen für die Forderung nach einem bundesweiten Volksentscheid bei wichtigen Themen. Hier der Aufruf:

Bei Themen wie Bankenrettung, Energiewende oder Familienpolitik wird die Meinung vieler von den Regierenden überhört. Statt souveräner Bürgerinnen und Bürger ziehen allzu oft Lobby-Verbände in Hinterzimmern die politischen Fäden. Deshalb gehört zur repräsentativen Demokratie ergänzend die direkte Demokratie. Daher fordern wir:
•    Volksinitiativen, Volksbegehren und Volksentscheide – auch auf Bundesebene
•    zwingend stattfindende Volksentscheide, wenn Kompetenzen auf die 
EU übertragen werden und das Grundgesetz geändert werden soll
•    Volksbegehren, mit denen verlangt werden kann, Gesetzentwürfe und 
Entscheidungen des Bundestages per Volksentscheid zu überprüfen

Hier kann man durch einfaches angeben einiger persönlicher Daten, den Aufruf unterstützen:
https://www.mehr-demokratie.de/volksentscheid-aufruf.html

Mitmachen!

Nate 57 (bürgerlich: Nathan Pedreira) macht ein bisschen Sprechgesang über die Welt der Immigranten und gibt dabei eigentlich das politische Programm der „Integrations-Industrie“ und „demokratischen-emanzipatorischen“ Kräften wider. Also wirft er den „Deutschen“ „Hass“ und „Rassismus“ vor. Fragt wann sie, die Immigranten, endlich „akzeptiert“ werden. Die Deutschen gießen zudem „Öl ins Feuer, bis wir randalieren.“. Ah ja, der Deutsche ist natürlich schuld, wenn „die“ ausrasten. Kennen wir das nicht irgendwo her? Dem von einem Türken totgetretene Daniel S. in Kirchweyhe wurde das von jemand mit Migrationshintergrund in Facebook hinterher geworfen. Warum denn Deutsche das immer so machen würden („dreckige Art“[Verweis] ), dass die Türken so ausrasten müssten.

„Teile und herrsche.“

Wann immer ich diese Vorwürfe höre, merke ich wieder, wie  der Laden läuft: Teile und herrsche.  Nate57 erzählt davon das es den Zeitungen keine große Meldung wert ist, wenn sich die Immigranten untereinander umbringen. Das mag sein. Aber groß ist meist auch das Schweigen im medialen Blätterwald, wenn ein weißer Deutscher von jemanden mit Migrationshintergrund – mal wieder – totgeprügelt wird. Wir alle sind „denen“ scheißegal. Denn wir sind das Volk… eigentlich. Doch so lange wir zersplittert und voneinander entfremdet herum leben, sind wir hervorragende Hampelmänner… für „die“.

„Wann werden wir endlich akzeptiert?“

Akzeptiert werdet ihr, wenn ihr endlich die Deutschen, die Ureinwohner anerkennt. Vergleicht eure Situation deswegen nicht mit dem Leben in den USA! In Europa leben die „Indianer“ nämlich noch! Wenn ihr die Lügen – das ihr in „eurer“ Kultur weiterleben sollt – der Multikulti-Schickeria nicht mehr glaubt, der Hetzerei fanatischer Ureinwohner entgegentretet, nicht kolonialistischen Bestrebungen Fremder folgt und das deutsche Volkstum akzeptiert, werdet ihr Deutsche. Die „Immigranten“ sind für die Möchtegernkommunisten der Ersatz für das deutsche Proletariat. Die erhoffte Revolutionsmasse. Für den Neoliberalen, billige, leicht zu ersetzende und „freie“ Arbeitssklaven. So lange ihr euch aber selber fremd benehmt und aufführt seit ihr deren Instrumente, deren Spielzeuge im Multikulti-Theater.

Eure „Rasse“ könnt ihr nicht ändern, das verlangt auch keiner. Aber eure Nation?
Euer Volkstum könnt ihr ändern. Wenn ihr ihr die „jahrtausendealten“ Blutslinien anerkennt und nicht nur akzeptiert, die dieses Land bearbeitet haben. Wenn ihr dieses Land mit gestaltet und die Kultur lebt die aus dieser Arbeit erwachsen ist. Eure deutsche Nationalität darf nicht nur Papier, sondern müsst ihr selbst sein. Das wird dauern. Aber es passiert. Wenn ihr nicht mehr fremd seit, dann seit ihr eine Bereicherung. Aber so lange ihr fremd bleibt… Es hängt von euch ab.

Integriert euch nicht. Werdet deutsch.
Das ist besser für uns.
Uns alle.

Der Herr Söder stellt die Klage gegen den Länderfinanzausgleich vor und sagt vor versammelter Journaille den Satz: „Seit heute morgen um neun Uhr wird geklagt.“

Die SPD wirft ihm jetzt „schlimmsten Nazi-Jargon“ vor, die Medien berichten über „Hitler-Spruch“ [Verweis] und eben „Nazi-Jargon“ [Verweis] ohne einen Hauch von Kritik an dieser Bezeichnung. SPON:

… Der CSU-Mann und bayerische Finanzminister vergriff sich bei der Präsentation der Beschwerde in München in der Wortwahl – und löste damit Irritation bei den Journalisten und Empörung bei der Opposition aus. „Seit heute morgen um neun Uhr wird geklagt“, sagte Söder vor Reportern – ein Zitat, das an Adolf Hitlers Äußerung „Seit 5 Uhr 45 wird jetzt zurückgeschossen“ am Tag des deutschen Überfalls auf Polen im Jahr 1939 erinnert. …

Hitler! HITLERRRRR! Seit ihr alle komplett irre! Kann man einen grammatikalisch richtigen Satz nicht mehr verwenden, weil ihn Addi verwendet hat!? Dieses Verhalten fällt unter das Motto „Die Nazis haben Brot gegessen. Wer Brot isst, ist Nazi!“. Mir kommt das krank vor, mindestens hysterisch.

Deutschland im Jahr 2013, Hitler ist immer noch Staat. Bravo!

Frage:
Ist sonst noch jemanden aufgefallen, dass in letzter Zeit wieder der zweite Weltkrieg in den Medien im Übermaß produziert wird, während die Euro-Rettung in die heiße Phase geht? Der Rummel um „Unsere Mütter. Unsere Väter.“ Der Spiegel über das „Ewige Trauma“ der Deutschen. Alles natürlich in Verbindung mit Schuld usw. Versucht man da wieder schlechte Gefühle und Emotionen als Schleier über die alltäglichen Probleme zu legen? „Habt ihr schon gehört was da gerade mit der EU passiert!? Schlimm, ja. Aber damals im Krieg! Das war ja viel schlimmer… usw.“

Das wäre dann nicht nur ein weiterer Ausdruck oben genannter Hysterie sondern ein erneuter Beweis für einen üblen Missbrauch der „Schuld“ des deutschen Volkes im zweiten Weltkrieg durch Medien und Politik. Oder ein Beweis für Inkompetenz und Faulheit der Medienmacher.

Herr Steinbrück steckt gedankenlos die Bonbons von Sigmar Gabriel ein… Eigentlich kein Ding, wenn nicht der Herr Gabriel sooo „traurig“ seinen Bonbons hinterherschauen würde.

Amüsant.

Die folgenden Nachträge finden sich am Ende des Artikels über die „Alternative für Deutschland“ und beschreiben, wie schnell die sog. „demokratischen und antifaschistischen“ Netzwerke arbeiten um „aufzuklären“ oder zu „denunzieren“ – je nach dem, wie man es sehen möchte. Da in diesem Fall die Nachvollziehbarkeit des Netzwerks überdeutlich ist, veröffentliche ich sie gesondert.

Nachtrag I:
Ich schrieb: „Ich vermute, dass trotzdem irgendwo ein paar ausgefuchste AGs daran werkeln, die „europakritische“ Haltung in eine „europafeindliche“ umzudeuten und dunkle Flecken in persönlichen Lebenswegen dortiger Mitlgieder zu finden.“.
Ich lese auf publikative.org (Verweis) unter dem Titel „Rechtspopulisten gegen Europa“: „Mit ihrer neuen Par­tei wol­len sie die „Alter­na­tive für Deutsch­land“ sein. Ein paar erz­kon­ser­va­tive und deutsch­na­tio­nale Gestal­ten haben sich zusam­men­ge­fun­den, um ihren Traum von der Rück­kehr zur Deut­schen Mark mit einer neuen Orga­ni­sa­tion Nach­druck zu ver­lei­hen. Die „Alter­na­tive für Deutsch­land“ sorgt für Schlag­zei­len, das Ober­haupt die­ser Grup­pie­rung bewirbt sie zur bes­ten Sen­de­zeit im ZDF. Zual­ler­erst geht es um den Aus­stieg aus dem Euro; doch Unter­stüt­zer der Par­tei ver­tre­ten auch deutsch­na­tio­nale, völ­ki­sche und ver­schwö­rungs­ideo­lo­gi­sche Positionen. …“ 😀

Minutiös werden dabei vermeintliches  und tatsächliches Fehlverhalten (gerne aus dem Zusammenhang gerissen) mehrerer Mitglieder dargestellt  und die in der Entstehung befindlichen Partei als eine Art Bruder von Freiheit und Pro dargestellt. Und – wie vorhergesagt – natürlich ist die Partei mit ihren speziellen Ansichten nicht mehr nur „eurokritisch“ (kritisch gegenüber der EU) sondern „anti-europäisch“. Feinde Europas? Der Autor sollte nicht von sich auf andere schließen… aber mit Ehrlichkeit hat es der Autor (sein Blog „reflexion“ übt laut „Selbstbezichtigung“ „Kulturkritik bis zur Selbstzerfleischung“.) ja. So schreibt er am Ende: „Es geht um eine Samm­lungs­be­we­gung, die den­je­ni­gen eine Hei­mat bie­ten dürfte, die von einem star­ken Deutsch­land träu­men.“ Starkes Deutschland? Geht ja gar nicht. Oder?

Nachtrag I a:
„… In meinem Beitrag über Frei.Wild schrieb ich folgendes über das Schema wie extreme Meinungen in die Mitte der Gesellschaft transportiert werden:
Dabei wird das Netzwerk deutlich: Die antifaschistische (also “linksextreme”) Basis liefert die ideologische Diagnose, die von zivilgesellschaftlichen Organisationen gesellschaftsfähig gemacht werden (Publikative.org, Verweis), die wiederum anschließend seriös verbreitet werden (Störungsmelder von Zeit-Online) und anschließend reagieren die gleich gesinnten (oder nur verarschten?) Künstler (egotronic, Kraftclub, MIA, Caspar etc.). …“

Als hätte es jemand gelesen wurde der oben zitierte Artikel vom „reflexion-blog“ auf genau diesem Wege durchgereicht:
Schritt 1 Der Ursprung, die „Basis“: der Antideutsche (?) Martin Wassermann schreibt den Artikel „Rechtspopulisten gegen Europa“ und veröffentlicht ihn auf seinem Blog „reflexion-blog“ am 9. März.
Schritt 2 Das Portal Publikative.org verbreitet ihn am 10. März.
Schritt 3 Der zur ZEIT Online zugehörige Blog „Störungsmelder“ übernimmt und veröffentlicht ihn ungekürzt am gleichen Tag um 20:58 Uhr.  Damit ist die Mitteilung unter seriösem Verleger erschienen. Es fehlt eigentlich nur, das er auf der Hauptseite erscheint. Evtl. wird er indirekt genutzt, wenn ein Hauptjournalist ihn zitiert, dessen Artikel dann auf der Startseite erscheint.