Türken in Deutschland. Vorurteile und Tatsachen.

deutschodertürkischHier eine Zusammenstellung von Tatsachen, die sich hervorragend eignen, um negative (?) Vorurteile (kolonalisierend, herrisch, arrogant, Kopftreter, Witzfiguren) gegen Türken zu pflegen.

Zur Einstimmung die türkische Nationalhymne. Ich empfehle sie während des Lesens in Endlosschleife im Hintergrund laufen zu lassen. Das steigert die Leseerfahrung ungemein.

Leider brennen in Deutschland Häuser. Manchmal trifft es auch Menschen fremder Herkunft. Hin- und wieder stecken hinter den Bränden fremdenhassende Einheimische oder andere böse Menschen. Manchmal vertuscht der Staat dann was. Das muss aber nicht sein.

  • Dies ist einigen Leuten egal: Generalverdacht gegen jeden Deutschen, nach dem Brand in Köln durch Kenan Kolat, Vorsitzender der Türkischen Gemeinde Deutschland [Quelle ksta]:
    Auszug:
    […]
    Was erwarten Sie?
    Kolat: Bisher haben die Sicherheitsbehörden einen rechtsradikalen Hintergrund bei solchen Ereignissen gleich von vornherein ausgeschlossen. Wir sollten es machen wie in England. Dort geht man automatisch von einem rassistischen Anschlag aus, um dann zu schauen, ob doch etwas anderes dahintersteckt. Bei uns ist es umgekehrt. Bei uns wird erst mal verniedlicht.
    […]
    Kolat: … So habe ich beispielsweise die Bundeskanzlerin angeschrieben und vorgeschlagen: Lassen Sie uns gemeinsam nach Backnang gehen, wo eine türkischstämmige Frau und ihre sieben Kinder umkamen, und dort mit den Familien sprechen. Sie hat das abgelehnt. Es wäre aus menschlicher Perspektive ein gutes Zeichen gewesen, auch wenn es gar kein rassistischer Anschlag war. Das muss von höchster Stelle kommen. Die Politik hat das immer noch nicht verstanden. […]“
    Kein Deutscher bekommt bei einem einfachen Häuserbrand mit Todesfällen die Aufmerksamkeit unserer höchsten Beamten. Dafür haben wir die Lokalgrößen. Das zu fordern kommt dreist und unverschämt rüber.  Die Generalverurteilung ist beleidigend. Das führt uns zu einem relativ zeitgleichen Beispiel.
  • In Backnang gab es einen schrecklichen Häuserbrand, in dem sieben Kinder und eine Mutter umgekommen waren. Alle türkischstämmig. Das Ergebnis war eine beispiellose Reaktion: Großversammlungen, Vorverurteilungen gegen Deutschland, ein halbes Staatsbegräbnis und „Beobachter“ aus der Türkei. [Quelle welt.de]
    Problem: Wie jetzt herauskam, liegt die Schuld an dem Brand offenbar bei einem Bewohner. [Quelle welt.de]
  • Aber nicht nur die „Vertreter“ in Deutschland profilieren sich mit Vorwürfen. In der Türkei gibt es eine „Deutschlandpolitik“:
    „… Mit der Behauptung, dass türkischstämmige Bürger in Deutschland schlecht behandelt würden, ließen sich in der Türkei leicht Stimmen fangen. Unter Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan sei eine zunehmende Instrumentalisierung der Außenpolitik für innenpolitische Zwecke zu beobachten: „Für Erdogan ist Außenpolitik Innenpolitik“, sagt Steinbach. Das zeigten auch die durchweg kritischen Statements und Reden, die Erdogan in Deutschland gehalten habe. …“. [Quelle Focus.de]„Kritische Reden und Statements“ in den Erdogan die in Deutschland lebenden Türken dazu auffordert Deutsch zu lernen aber eben keine Deutsche zu werden: Assimilation sei ein „Vergehen an der Menschheit“. Zehntausende Türken jubelten. In Düsseldorf.Die Stimmungsmache gegen Deutschland fiel damals auch Memet Kilic (Grüne) auf:
    „[…] ‚Erdogan sollte sich in Deutschland öffentlich für seine Ausfälle entschuldigen“, sagte Kilic, der auch integrationspolitischer Sprecher der Grünen ist. Sofern er das nicht tue, „muss die Bundeskanzlerin ihn öffentlich zurechtweisen‘. Alles andere wäre falsch verstandene Diplomatie, die Erdogan nur zu weiteren Provokationen ermutigen würde. […]“ [Quelle: faz.net]Instrumentalisierung der Opfer für Innenpolitik: erledigt.
  • Bei der – wirklich peinlichen – Sitzverteilung für Presseleute beim NSU-Prozess, gab es auch ein riesiges Geschrei um fehlende Plätze für türkische Pressevertreter. Die hatten die Anmeldefristen nicht eingehalten und waren leer ausgegangen. Da acht von neun ausländischen Opfern der NSU türkische Staatsbürger bzw. türkischstämmig waren, ist eine türkische Pressevertretung sehr nachvollziehbar. Das Oberlandesgericht profilierte sich aber mit Unflexibilität und die türkische Presse mit „Fordern und Beleidigtsein“. Unsere Medienleute waren natürlich „gute Deutsche“ und sind – Überraschung! – betroffen und ganz dolle böse auf die „provinziellen Münchner“. Jetzt wird die Sitzverteilung allen Ernstes vor dem Bundesverfassungsgericht behandelt.  [Quelle: stuttgarter-nachrichten.de]
  • Unsere Politiker machen bei diesem Trauerspiel an anderer Stelle mit: Steinbrück spricht sich für getrennten Sportunterricht aus – weil’s „der Islam“ so will:
    „… Wie die „Bild“-Zeitung am Freitag berichtet, sprach sich Steinbrück bei einer Veranstaltung am Mittwochabend in Berlin für getrennten Sportunterricht von muslimischen Mädchen und Jungen aus. „Wenn die Schulen es einrichten können, sollten sie da Rücksicht auf die religiösen Gefühle nehmen und getrennten Sportunterricht anbieten“, zitierte die Zeitung den SPD-Politiker.
    Steinbrück habe auf die Frage eines Schülers geantwortet, wie weit Toleranz gehen solle. Der Junge habe von einem muslimischen Vater erzählt, der sich gegen gemeinsamen Sportunterricht seiner Tochter mit Jungen gewehrt hatte. …“
    Herr Steinbrück liegt in den Umfragen sehr weit hinten. Was tut man also für Wählerstimmen: Grundprinzipien (Frauenrechte!? Gleichberechtigung? Fortschritt?) der modernen SPD aus hebeln. Proteste dagegen kommen aus allen Lagern. Fettnäpfchen Nr. „Ich-weiß-es-nicht“ ist da. Was hat das jetzt mit der Türkei zu tun? Für viele „aus dem Volk“ fallen solche Themen mit der „Türkenfrage“ zusammen. [Quelle: welt.de]
  • Gehen wir wieder zurück „unters Volk“. Was passiert da so:
    Fans eines „türkisch geprägten Vereins“ beleidigen einen schwarzen Spieler mit „Neger“, „Nigger“ und „Affe“- der reagiert mit einem Flaschenwurf. Sie werden dafür nicht belangt. Der schwarze Torwart wird allerdings gesperrt. Der Verein verteidigt sich mit seinem, nennen wir es, „Migrantenstatus“. Was wäre, wenn es sich um „germanische“ oder  – Gottseibeiuns – sogar „ostdeutsche“ Fans gehandelt hätte? :O [Quelle: spiegel.de ; Fotos zum Fall bei DerWesten]
  • Der Fall Kirchweyhe ging durch die Medien. Wegen einem kleinen Streit (bei dem die Nationalität keine Rolle gespielt haben soll) wurde ein Deutscher von einem Türken totgetreten. Verbreitet hat sich das erst nach einer Pause und eines Durchbrechens der „Schweigespirale“ [Verweis Wikipedia] ausgerechnet durch die BILD, also der Boulevard-Presse.  Danach auch im Mainstream: da allerdings wieder hauptsächlich unter dem Gesichtspunkt, dass jetzt „böse“ Deutsche (Nazis! Rechtsextreme! Identitäre! Populisten!) das wieder instrumentalisieren wollen. (Man bedenke hier die Handlungen und Äußerungen der türkischen Vertreter, bei den z.T. selbst verschuldeten Häuserbränden.) Das Opfer und seine Hinterbliebenen kamen in dieser Berichterstattung dann kaum noch vor. Trotzdem konnte die Beerdigung mit Hilfe von Spenden durchgeführt werden. Während in anderen Ländern sich die Leute nach Gewaltakten um die Nationalflagge scharen, um Einigkeit zu symbolisieren [Verweis RuhrNachrichten], waren diese bei den Gedenkfeiern in Kirchweyhe verboten. Die AntiFa konnte der weilen im Umfeld der Veranstaltung staats- und deutschfeindliche Flugblätter verteilen.
    Die Anhäufung dieser Vorfälle hat ein deutscher, türkischstämmiger Volksgenosse/Mitbürger/Landsmann zum Anlass genommen, eine brutale und wortgewaltige Polemik zu verfassen die jedem anderen Deutschen die Jämmerlichkeit der ganzen Situation vor Augen führen sollte. Ich warte darauf, dass irgendjemand den Herrn Pirincci wegen „Volksverhetzung“ verklagt. Ausschnitt:„… Jetzt kommen wir aber zu der evolutionären Komponente bzw. dazu, in welch einer auch für die Täter unvorhersehbar günstigen Gemengelage das alles stattfindet. Große Rolle spielen hierbei die Medien. Es geht einem deutschen Journalisten am Arsch vorbei, ob ein junger Landsmann von ihm auf offener Straße totgeprügelt wird, im Gegenteil, da ihm vom Kindergarten an der Haß auf die eigene Volkszugehörigkeit antrainiert wurde, er sogar seine berufliche Existenz riskierte, falls er für so etwas Mitgefühl zeigte, freut er sich in einer Art Übersprungshandlung sogar darüber. Upps, jetzt habe ich ein Wort gesagt, das die jüngeren Leser gar nicht mehr kennen, weil dessen Benutzung zur öffentlichen Ächtung führen könnte, und das voll nazi ist: Landsmann. In dem Wort, das an Nazität nur noch von “Landsmannschaft” übertroffen wird, stecken gleich zwei total faschistoide Wörter drin. Zunächst “Land”, was es ja eigentlich so nicht geben darf, wenn man die Sache mit den “offenen Grenzen” und “Jeder ist ein Ausländer” ernst nimmt. “Staat” vielleicht, ja, Staat ist immer gut, oder meinetwegen Staatsgebiet, aber Land? So richtig faschistoid wird es aber erst mit dem Zusatzwort “Mann”, wo wir doch inzwischen durch die Genderforschung gelernt haben, daß der Mann nur ein gesellschaftliches Konstrukt ist und, als es ihn noch gegeben hat, er nur gewalttätig, frauendiskriminierend, sexistisch, halt so ein Nazi war. Vielleicht haben Türken und Araber Landsmänner, aber wir hier in Deutschla … ähm, auf deutschem Staatsgebiet kennen so etwas nicht. Und infolgedessen haben wir auch kein Mitgefühl für unsern Landsmann.
    […]
    So weit geht der Selbsthaß und die moralische Degeneration bezüglich der “Landsmänner”, daß gestandene CDU-Politiker  die Ärsche von irgendwelchen dahergelaufenen Imamen lecken und sie flehentlich darum bitten, mitten im Ort eine Moschee zu errichten, in denen Frauen einen getrennten Eingang benutzen müssen [Man denke hier bitte wieder an Steinbrücks Äußerungen Anm. cundar]. So weit geht die Selbstverleugnung der eigenen Heimat und der Zugehörigkeit dazu, daß sogar tirolische Bands, die ihre Heimat super finden und ihr musikalisch huldigen, unter öffentlichem Druck von Preisverleihungen ausgeschlossen werden. Soweit reicht diese Geisteskrankheit, daß Antifa-Banden im Manier von SS-Horden jede Art von Gegenmeinung mit Zustimmung von Volksparteien niederschlagen und Existenzen vernichten dürfen. …“

    [Quelle: welt.de / sz.de / achsedesguten.com]
  • „Jabbas Palast“ von Lego wird wegen Rassismus („Orientalisiert“ und „Asiatisiert“) und Beleidigung des Propheten eingestampft. Kläger waren die Türkische Kulturgemeinde Österreich. Wie die so ticken sieht man an einer beinahe Extra-Ausgabe ihres Magazins „Einspruch“ gegen Sarrazin. In der augenscheinlich teils plausiblen Sammlung, befinden sich aber auch die üblichen Nazi-Vergleiche. Zudem bedienten sich die Ankläger im Lego-Fall auch den von Mulit-Kulti-Ideologen vorgeschriebenen Sprachgebrauch: „Vorsicht Kultureller Rassismus als Neo-Rassismus“, „Wehret den Anfängen!“. Zitat:Wir fordern: […]
    4. LEGO soll aufhören, Kriegsspielzeug (Jabba’s Palace) in friedliche Wohnungen zu importieren“
    „…Genau diese genannten Unterscheidungsmerkmale hervorzuheben, ist aber die Taktik des als Neo-Rassismus. Gemäß den klassischen Definitionen von Rassismus (wären physische Kennzeichen wie z. B. die Hauptfarbe heranzuziehen. Beim Neo-Rassismus (kultureller Rassismus) fungieren dagegen – wie oben beschrieben – die soziokulturellen Charakteristika wie Herkunft, Gebräuche usw. In dem LEGO-Spiel „Jabbas Palast“ werden unserer Meinung nach alle diese Klischees und Vorurteile, in das Plastikspielzeug eingegossen, in den Händen der Kinder verbreitet und als negative Vorurteile gegen Orientale und Asiaten in den Köpfen einzementiert. LEGO bedeutet wie gesagt: „spiele gut“ und nicht „spiele Krieg“ oder „schüre Hass gegenüber anderen Kulturen“ unter dem Vorwand eines salonfähig gewordenen Namens, „Star Wars“ („Krieg der Sterne“). Wenn sich die Welt heute in ein globales Dorf zu verwandeln scheint, sollten nicht gerade die globalen Markenfirmen, die unter den Konsumenten fast wie Religionen ihre Anhänger („Fans“) haben und geradezu götzenhaft verehrt werden, mehr sozioökonomisches Verantwortungsbewusstsein zeigen? …“ [Quelle: welt.de / türkischegemeinde.at ]Erwiderung meinerseits – kurz und knapp: Man kauft die Spielsachen, die man kaufen will! Die anderen lässt man liegen.Disney, als Halter der „Star Wars“ Rechte, wurden aber nicht belangt.Obwohl das ja eigentlich die Hauptschuldigen gewesen wären, da die Gestaltung des Lego-Spielzeugs aus den Filmen (!) entnommen wurde. Überhaupt „Star Wars“: Würden die Deutschen und Japaner der Logik der Türkischen Gemeinde folgen, könnten sie Disney bzw. Lego um Himmel und Hölle belangen, da das Imperium in Star Wars mal eindeutig den deutschen und japanischen Militärs nachempfunden wurde und damit doch irgendwie auch das jeweilige Land und Volk übel diskreditiert. Noch mehr als es die Militärs in der Realität getan haben.*Hust* [Verweis starwars.wikia: SturmtruppenImperiale Flotte – Truppen]

P.S.: Wer seine Vorurteile gegenüber Deutschen (rassistisch, voreingenommen,  durchtrieben, hinterhältig, denunziatorisch, verräterisch, duckmäuserisch, verklärend, usw.)  pflegen möchte, empfehle ich folgende Seiten:
http://www.publikative.org/
http://blog.zeit.de/stoerungsmelder/
http://www.bnr.de/

P.P.S.: Wer jetzt immer noch meint, dass ich mit diesem Artikel gegen Türken hetzen möchte und nicht etwa auf die Bigotterie der Medien, mancher Ideologie, diesem Staat sowie einiger seiner Politker und  sogenannter „Migrantenvertreter“ hinweise, sollte den Artikel jetzt noch mal lesen.
Wenn das alles nicht so verdammt traurig wäre, könnten diese Vorgänge beste Realsatire sein!

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