Warum gibt es in Deutschland kaum anständige Serien!? Ein Interview liefert Ansätze…

In einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung [Verweis SZ] spricht Sibel Kekilli über ihre Rolle in der Serie „Gams of Thrones“ und über die mangelnde Qualität deutscher Serien. Dabei schneidet sie einiges an, dem ich beipflichten muss.

„[…]
Neon zitierte sie mit der Aussage, dass Sie die deutsche Serienlandschaft traurig und einzig das „Tatort“-Konzept mutig finden. Können Sie das näher erklären?
Na ja, wenn es eine gute Serie gibt, wie den „Tatortreiniger“, dann wird diese gerne mal ins Spätprogramm verbannt. […]
Resultiert Ihr Urteil auch aus den Erfahrungen am „Game of Thrones“-Set?
Nein, sondern von meinem Eindruck, was wo produziert wird. Ich für mich kann nur sagen, dass die meisten guten Serien aus den USA, England oder den skandinavischen Ländern kommen. Es kommt mir vor, als fehle den Machern hier der Mut für neue, experimentelle Produktionen und den Zuschauern die Neugier, vorurteilsfrei einfach mal neue Sachen anzunehmen. Denn von der Seite wird schnell mal gemeckert, wenn zum Beispiel im „Tatort“ der Täter am Ende mal nicht gefasst wird. […]“

Der Kommentator „Delta128“ ergänzt dabei noch einen verdammt wichtigen Punkt:

„Es ist verwunderlich, dass in einem Land wie der BRD, in der Milliarden allein bei den öffentlichen Sendern zur Verfügung stehen, kaum halbwegs erträgliches Fernsehen produziert wird, während in den USA einfach mal eine bombastische Serie wie Game of Thrones (und auch eine Menge andere) mit einem immensen Aufwand auf die Beine gestellt wird und auch über mehrere Staffeln erhalten wird…..“

Nicht das ich viel Fernsehe und US-Serien (Weil es oft billige Fast-Food-Propaganda ist 😛 ) an sich gut finde aber was mit meinen Gebühren geschieht, interessiert mich dann eben doch.

Werbung für Deutschland macht die Frau Kekilli auf jeden Fall auch:

„Süddeutsche.de: Sie kommen gerade von der Premiere der dritten Staffel von „Game of Thrones“ in Los Angeles zurück. Wie werden Sie als deutsche Schauspielerin in Amerika aufgenommen?

‚Gut. Ich bemerke bisher keinen Unterschied zu Deutschland. Es macht total viel Spaß mit Schauspielern unterschiedlicher Nationalitäten zusammenzuarbeiten. Außerdem gestalte ich das Set sehr deutsch: Ich spiele den Produzenten zum Beispiel deutsche Songs vor, von Peter Fox, Jan Delay oder Max Schröder & das Love. Ich erkläre ihnen auch gerne, was es mit dem FC St. Pauli auf sich hat und freue mich, wenn sie deren Kapuzenpullis tragen. Als ich bei der Premiere von „GoT“ in Los Angeles war, wurde ich als Patriotin betitelt, weil ich ein Outfit eines Berliner Labels getragen habe.‘

Gute Sache.

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