Rassismus. Überall Rassismus #6: Rassismus dort, wo er nicht sein darf.

cundars Rassismus- Überall Rassismus #6-01In meinem Artikel „Türken in Deutschland. Vorurteile und Tatsachen“ [Verweis] sprach ich von einem Fall, in dem Fans eines Fußballvereins mit „türkischen“ Hintergrund, einen schwarzen Spieler beleidigten – der wehrte sich mit einem Flaschen-Wurf. Der Spieler wurde dafür bestraft, die Fans oder der Verein fürh ihren Teil nicht.

Die Zeit hat nun mit dem betroffenen Spieler ein Interview geführt. Dabei verschweigt sie den ethnisch/kulturellen Hintergrund der Fans und konzentriert sich ganz darauf, den „Rassismus“-Vorwurf Raum zu geben. Das wird von einigen Kommentatoren „dankend“ aufgegriffen.

Jativa schreibt [Hervorhebung von mir]:

„Wer etwas mehr zu den bisher nicht öffentlich gemachten rassistischen Zwischenrufern sehen will, hier ein Beitrag der WAZ vom 22. 3. mit den Fotos: http://www.derwesten.de/s…
Wer Rassismus dieser Art bekämpfen will, sollte alle Beteiligten beim Namen nennen. Sonst ist die Aussage von Herrn Onukogu recht unscharf: „Nach diesem Urteil empfinde ich Deutschland als ein rassistisches Land.“
Wäre der Vorfall in Ostdeutschland geschehen, hätte man wie bisher üblich die Täter samt Verein und Umland angeprangert. Das sollte man dann auch bei allen anderen praktizieren. In unteren Fußballigen in Ballungszentren, wo der Anteil von Spielern mit türkisch/arabischem Hintergrund sehr hoch ist, gibt es ausgehend von diesen Mannschaften oft Gewaltandrohungen gegen Schiedsrichter (zB Berlin) und rassistische Beleidigungen gegen Spieler mit asiatisch/afrikanischem Hintergrund (bzw. alle, die nicht der eigenen Gruppe angehören). Dies sollte man erstens nicht verwischen und zweitens konkret bekämpfen. Ansonsten sehen sich solche Vereine nicht gezwungen, solche Vorkommnisse von sich aus zu unterbinden und solche Zuschauer aus dem Stadion zu werfen. Solange man diese Thematik nur an „Deutsche“ adressiert, fühlen sich relevante Problemgruppen nicht angesprochen.“

Bingo! Kein weitere Ergänzung dazu.

Der Kommentator Iktomi nimmt noch Bezug auf die Äußerung von Herrn Onukogu von wegen:

„[…]ZEIT ONLINE: Erleben Sie Rassismus im Alltag?
Onukogu: Ja, selbst im Kindergarten meiner Tochter, wenn auch nicht so krass. Nach diesem Urteil empfinde ich Deutschland als ein rassistisches Land. Als schwarzer Mann hat man hier keine Rechte. Tut mir Leid, das so zu sagen. …“

Darauf schreibt der Kommentator Iktomi:

„“Bei allem Verständnis für den Ärger
der sich über den in Deutschland latent vorhandenen Rassismus aufbaut; die Behauptung „als schwarzer Mann hat man hier keine Rechte“ ist einfach Blödsinn.“

Auch hier ist nichts mehr hinzuzufügen. Die Frage des ZEIT-Autors war dazu da, den „Alltagsrassismus“ darzustellen – den es sicher in einem bestimmten Grad gibt – aber in Kombination mit dem Fall, wieder nur der nichtmigrantischen Bevölkerung angehängt wird.

Herrn Onukogu geht es jetzt übrigends schlecht:

„[…]
ZEIT ONLINE: Ihr Trainer, Ihr Anwalt, auch Journalisten, die beim Prozess zugegen waren, machen sich Sorgen um Sie. Wie geht es Ihnen?
Onukogu: Mir ist großes Unrecht getan worden. Ich schlafe und esse kaum. Ich habe keine Kraft mehr. Ich kann nur auf Gott hoffen.“

Neben der ZEIT auch auf Gott zu hoffen, ist eine gute Entscheidung. Gute Besserung!

Quelle: http://www.zeit.de/sport/2013-04/rassismus-onukogu-sportgericht-fussball

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