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Archiv für den Monat Mai 2013

Matthias Matussek hat auch einen Kommentar zu BBC-Studie geschrieben, die kei Blatt vor dem Mund nimmt und der ich in großen Teilen zustimmen kann. Zudem zeigt er stellenweise auf auf wie bisher mit dem Negativbild Stimmung gemacht wurde. Lesenwert: http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/zur-bbc-studie-buerger-der-welt-schaut-auf-uns-deutsche-a-901827.html

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Wenn das Wasser im Topf zu sieden beginnt, wird es unruhig, schmerzhaft heiß und gefährlich für die Umgebung, da er überkochen kann. Drei Dinge sind geschehen die, in ihrer Summe und eingereiht in ähnliche Fälle die in letzter Zeit passiert sind, darauf hinweisen das wir auf den Siedepunkt zusteuern.

In Stockholm randalieren schon wieder „Immigranten und Asylanten“, bestimmte Bewohner eines Viertels, seit drei Tagen. In London wird ein Soldat unter „Allah Akhbar“-Rufen auf offener Straße zerstückelt. Im Notre- Dame schießt sich ein „Rechtsintellektueller“ aus Protest gegen die Homoehe und Islamisierung Frankreichs in den Kopf.

Man kann diese Dinge nicht einfach isoliert betrachten – nur für sich nehmen. In Europa passiert was.

Das es in Stockholm zu Randalen kommt – in einem Viertel das von 60 % Asylsuchenden und Immigranten bewohnt wird, wie auch in Paris und London – und unsere Medien erst jetzt darüber berichten – ist ein mahnendes Zeichen für Deutschland, das von solchen Krawallen bisher verschont wurde. Neben der zu späten Berichterstattung kommt auch noch der Punkt, dass diese Randale mit „sozialen Missständen“ begründet werden. Doch wo sehen wir Forderungen nach gewünschten „Verbesserungen“ druch die Demonstranten? Wie in Paris und London sieht man nur Hass und Gewalt. „Soziale Missstände“ sind auch mit daran schuld aber wann sehen die ganzen Verantwortlichen ein, dass dies lediglich als Anlass zu werten ist. Der Auslöser war angeblich ein Manchete schwingender Bewohner, der von der Polizei erschossen wurde. Der eigentliche Grund ist doch vielmehr der Folgende, wie er in der FAZ geschildert wird:

[…] Das schwedische Asylrecht ermöglichte es ihnen fast ohne Einschränkungen, hinzuziehen, wohin sie wollten. So zogen viele in die Viertel, in denen schon ihre Verwandten, Bekannten oder Landsleute lebten. Es entstanden Viertel, in denen immer mehr Einwanderer geballt zusammenleben. Die Integration fiel dem Land trotz großer Anstrengungen immer schwerer. Als die Wirtschaft zu schwächeln begann, stieg die Arbeitslosigkeit – vor allem unter Jugendlichen – massiv an. Aus den Vierteln wurden Problemviertel. […]

In Deutschland kämpfen zur zeit zig „linksextreme“ Gruppierungen und NGOs dafür das die Residenzpflicht abgeschafft und das Asylrecht gelockert werden soll. Den Asylkompromiss von vor 20 Jahren bezeichnen sie irriger Weise als „Faktische Abschaffung des Asylrechts“. Die Folgen der von ihnen geforderten Asylpolitik können wir nun in Stockholm beobachten. „Lichtenhagen & Co.“ gehen auch anders herum. Ich denke, diese „No Border“-Aktivisten sind sich den Auswirkungen ihrer menschenverachtenden Politik nicht im geringsten bewusst. Wie kann man nur glauben, Hundertausenden von Menschen „Freiheit“ zu geben aber sie nicht auf das Leben in einer neuen Gemeinschaft vorzubereiten und auf die Bedürfnisse der dort bereits lebenden Menschen zu verzichten, würde das Paradies auf Erden bringen? Fremde die mit so vielen ihrer eigenen Menschen zusammenleben, dass sie sich schon nicht mehr als Fremde in einem fremden Land verstehen: Der einheimische Polizist, die einheimische Feuerwehr, der einheimische Staat und die einheimische Schule wird das Fremde für sie, das sie nicht akzeptieren müssen.

Gehen wir nach London. Wir sehen die verpixelte Handyaufnahme eines der Täter. Einen „Neger“ mit blutigen Händen und blutigen Messern. Szenen aus einem afrikanischen Bürgerkriegsland? Nein. Szenen aus DER englischen Weltmetropole. Auf offener Straße und am hellichsten Tag „schlachten“ zwei Moslems einen britischen Soldaten ab, weil er Glaubensbrüder in Afghanistan getötet haben soll. Sie preisen bei ihrer Tat ihren Gott und begründen vor den entsetzten Passanten ihre Motive.
Es gibt zig Zeugen und man kann es nicht mehr herunterspielen, nicht mehr leugnen und nicht mehr verzerren: Sie töteten aus ihrem Glauben heraus. Was sonst noch als „Verwirrte“ oder ähnliches dargestellt werden konnte, liegt nun klar in Bit & Bites vor.
Und was machen die Verantwortlichen: Sie versuchen es trotzdem zu beschönigen. Cameron ruft mit Recht zur Einheit der Nation auf, spricht falscher Weise von „Terror“, stellt sich aber wieder schützend vor den Islam. Wenn ein Weißer jemanden Andersrassigen aus irgendwelchen „geistigen“ Gründen umbringt, wird die kollektive „white-guilt“ beschworen. Aber bei den „Fremden“ wird sofort eine allgemeine Absulotion ausgesprochen… Diese Ungerechtigkeit nährt die Unglaubwürdigkeit.
Das der oberste Rat der Muslime in Großbritannien nun beteuert, das solches Verhalten nicht vom Islam vorgeschrieben wird, ist gut. Doch die Unglaubwürdigkeit liegt in der Luft. Wo sind die Massen? Wird der Prophet beleidigt, gibt es großes Geheule: Massen erzürnter junger Männer die sich animalisch auf den Straßen austoben. Begeht einer aus den eigenen Reihen mal wieder aber ein Verbrechen, wird beteuert, dass das nichts mit den eigenen Lehren zu tun hat. Beweise? Taten die das Gegenteil beweisen? Fehlanzeige.
Das es jetzt einigen Briten reicht und sie nun mit Gewalt dagegen reagieren ist verständlich, angesichts dieses ganzen Ampeasments. Aber ist das der richtige Weg? Bürgerkrieg anzetteln? Unschuldige Muslim*innen aus Rache abschlachten?
So lange wir noch ein abendländischen Europa sind, sollten wir zusehen, dass es „die Richtigen“ in der Gänze trifft und individuelle, subjektive Rache nicht die Lösung sein kann.

Von der einen Metropole in die andere: In Paris schiest sich ein in rechtsradikalen / rechtsextremen / konservativen / was-weiß-ich-denn Kreisen bekannter Autor (Dominique Venner) im Notre-Dame in den Kopf.
Nicht nur das es der erste Selbstmord in dieser Kriche war, es war auch ausgesprochen blasphemisch sich ausgerechnet in einer Kathedrale das Leben zu nehmen. Vom katholisch-christilichen Standpunkt ein absoluter Frevel, denn ich nicht gutheißen kann.
Was wollte er damit erreichen? In Frankreich wurde seine Erklärung die er in der Kathedrale auf einen Altar legte, veröffentlicht und disskutiert. Die deutschen Mainstream-Medien handelten den Fall meist im Politbüro-Jargon ab: „Rechtsextremer bringt sich um. Respektsbekundungen vom Front Nationale. Mehrheit der Franzosen für die Homoehe“. Die konservativen (Nieschen-)Leitmedien „Junge Freiheit“ und Sezession begannen vor kurzem das Ereigniss zu behandeln. Dort konnte man auch den Wortlaut seines Abschiedsschreibens nachlesen.
Dort kann die Tiefe Enttäuschuung der völkischen Sichtweise herauslesen, die er mit der Einführung der Homoehe und Islamisierung Frankreichs begründet:

„[…] Während viele Menschen sich zu den Sklaven ihres Lebens machen, verkörpert meine Geste eine Ethik des Willens. Ich übergebe mich dem Tod, um die trägen Geister aus ihrem Dämmerschlaf zu wecken. Ich erhebe mich gegen den Fatalismus. Ich erhebe mich gegen die seelenzerstörenden Gifte und gegen den Angriff individueller Begierden auf die Anker unserer Identität, besonders auf die Familie, der intimen Säule unserer jahrtausendealten Zivilisation. Ebenso wie ich für die Identität aller Völker in ihren Heimatländern eintrete, erhebe ich mich des weiteren gegen das vor unseren Augen begangene Verbrechen der Ersetzung unserer Völker durch andere. […]“

Quelle: Sezession im Netz

Während einige auf die „Judäische Volksfront“ aus „Das Leben des Brain“ verweisen – und damit nicht ganz unrecht haben – geifern einige Kommentatoren im Netz von einer „interessanten Exit-Strategie für Rechte“. Manche „Rechte“ feiern den Selbstmord als „notwendigen Akt“ und als „Opfer“. Eine Femen-Aktivistin fackelt auch nicht lange und ziehte wenige Tage nach dem Selbstmord im Notre-Dame blank. Auf ihren Oberkörper hatte sie „Möge der Faschist in der Hölle schmoren (May fascist rest in hell)“ gepinselt.
Während die Selbstverbrennung und der Selbstmord von Asylbewerbern, Tibetern oder anderen „linken“ Aktivisten oft ein schockiertes aber positives Echo auslöst, wirkt dieses meist negative Echo natürlich anders.
Punkt ist, dass er es durch seinen Selbstmord im Schatten dieser ganzen hier besprochenen Ereignisse geschafft hat, dem Ganzen eine Spitze zu geben und die emotionale Strahlkraft der in Europa geschehenden Umwandlung auf den ein oderen anderen Ureinwohner zu verdeutlichen.

Als vor einem Jahr in Japan die Atomkatastrophe in Folge eines Tsunamis ausbrach, konnten die Anti-AKW-Aktivisten innerhalb kürzester Zeit eine Energiewende in Deutschland durchsetzen. Ich frage mich, was noch passieren muss, dass endlich große und umfassende Maßnahmen im Bereich Integration und Einwanderung druchgeführt werden. In Deutschland und Europa. Der Siedepunkt ist also noch nicht ganz da.

Was die BBC durch die Befragung von 26.000 Personen herausgefunden hat, ist ein Grund zur Freude: Deutschland steht wieder an erster Stelle der „Beliebtesten Länder der Welt“, nach dem es im letzten Jahr den Platz vorrübergehend für Japan räumen musste.
Der größte Zuspruch kommt laut SZ/BBC aus „Ghana (84 Prozent), Frankreich (81 Prozent) und Australien (76 Prozent)„. Die befragten Griechen dagegen werteten den Einfluss Deutschlands „als eher negativ“. Die EU stagniert auf unteren Rängen.

Da gerne die von unseren Medien das Bild vom „hässlichen Deutschen“ (Nazi-Vergleiche durch Ausland, NSU, „Rassismus“ vertreibt Einwanderer, etc.) beschworen wird, um von uns irgendwelche Handlungen zu verlangen, finde ich es aussgesprochen erfrischend, dass nun dieses Signal von Außen kommt.
Natürlich ist „nicht Alles gut“ aber wir stehen schon mal gut da. Sehen wir zu das es mindestens so bleibt und vielleicht noch besser wird. Genug Herausforderungen sind vorhanden.

Ergänzung:
Amnesty International fährt wieder ein Kontrastprogramm: Die EU-Länder sollen mehr Flüchtliche aus Syrien aufnehmen und in Deutschland bzw. der EU gebe es eine „Vertreibungspolitik“ gegenüber Roma. Ob wir die Flüchtliche stemmen können und die Roma an ihrer Unbeliebtheit nicht selber schuld sind, verliert man kein Wort. Dann lieber doch die BBC.

Das hat mein Kollege Reisig erarbeitet. Es regt doch zum Denken an.

Die Jungdeutschen

EUDie Bertelsmann AG ist ein Schwergewicht unter den transnationalen Konzernen. Ihr gehören zahlreiche Zeitschriften, Fernsehsender (z.B. die RTL-Familie), Verlage und der „Outsourcing-Dienstleister“ Arvato einschließlich Marketingagenturen sowie Daten-, Finanz- und IT-Dienstleistungsunternehmen an. Die aus der Bertelsmann AG hervorgegangene Bertelsmann-Stiftung (die sich selbst denglisch „Bertelsmann Stiftung“ nennt) hält den Großteil der Aktien der Bertelsmann AG. Die Stiftung schreibt über sich selbst:

„Die Bertelsmann Stiftung setzt sich für das Gemeinwohl ein. Sie engagiert sich in den Bereichen Bildung, Wirtschaft und Soziales, Gesundheit sowie internationale Verständigung und fördert das friedliche Miteinander der Kulturen. Durch ihr gesellschaftliches Engagement will sie alle Bürgerinnen und Bürger ermutigen, sich ebenfalls für das Gemeinwohl einzusetzen. Die 1977 von Reinhard Mohn gegründete, gemeinnützige Einrichtung hält die Mehrheit der Kapitalanteile der Bertelsmann SE & Co. KGaA. Die Bertelsmann Stiftung arbeitet operativ und ist unabhängig vom Unternehmen sowie parteipolitisch neutral.“

Man könnte auch sagen, die Stiftung mache Politikberatung und verbreite auf…

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Rückmeldung

Nach einem kleinen Auslandsaufenthalt bin ich wieder zurück. Es war erfrischend mal den „kleinen Wahnsinn“ in Deutschland zurück zulassen und einem anderen Volk beim Leben zuschauen zu können und „Normalitäten“ zu betrachten: zum Beispiel auf manche Punkte aus der Vergangenheit stolz sein und das auch darstellen zu können, das klassisches Familienbild scheint noch allgemein anerkannt und die Kirchen sind etwas voller. Dafür ist man aber manchmal noch etwas engstirnig, Umweltschutz und Barrierefreiheit scheint ein Luxus zu sein und die Globalisierung mit ihrer Vereinheitlichung im negativen Sinn ist auch schon angekommen. Ich rede von Polen und es war im Großen und Ganzen schön dort, wenn auch noch einiges getan werden muss.

 

Ungarn: „Sturm im Wasserglas“

Was auch erfrischend war, war die Pause von unseren Medien. Nicht das die in dem anderen Land besser aussah (auch so RTL-Ramsch-Niveu mit ein bisschen FOX-News) aber ideologische Käseglocke war endlich über einen Weg. Nur am Rande bekam man etwas mit. Als ich jetzt  zurück kam, fand ich auf Spiegel Online wieder einen Artikel der Ungarn wieder als Erzbösewicht etablieren möchte. Und das auf eine Weise die so typisch für unsere „liberalen“ Medien sind: sachliche Hinterfotzigkeit.

Titel des Spiegel-Artikels: Ungarn: Premier Orbán wirft Merkel Nazi-Methoden vor.

Lesart: Der Orbán ist ein rechter Spinner der es sich jetzt sogar noch mit den „Freunden“ von der Europäischen Volkspartei im EU-Parlament versaut. Ein gefährlicher Nationalist etc. Die Stimme der Vernunft ist einzig und allein die Opposition.

Die Bundeskanzlerin hatte die demokratischen und rechtsstaatlichen Defizite in Ungarn kritisiert und wörtlich gesagt: „Wir werden alles tun, um Ungarn auf den richtigen Weg zu bringen, aber nicht gleich die Kavallerie schicken.“ Merkel hatte sich mit dem Satz auf eine Äußerung des sozialdemokratischen Kanzlerkandidaten Peer Steinbrück bezogen, der zuvor auf demselben Forum einen EU-Ausschluss Ungarns für möglich gehalten hatte. Zugleich war Merkels „Kavallerie“-Formulierung eine Anspielung auf einen früheren Steinbrück-Spruch zum Steuerstreit mit der Schweiz.

„Die Deutschen haben schon einmal eine Kavallerie geschickt“

Viktor Orbán reagierte in seiner Radiosendung am Freitag sichtlich genervt auf Merkels Äußerungen – obwohl sie sich ausdrücklich für eine moderate Verfahrensweise mit Ungarn ausgesprochen hatte. „Die Deutschen haben schon einmal eine Kavallerie geschickt, und zwar in Form von Panzern“, sagte Orbán. „Unsere Bitte wäre, sie nicht noch mal zu schicken. Es war schon damals keine gute Idee, und es hat nicht funktioniert.“

Ganz anders sieht es Boris Kálnoy in der „Welt“:

Irgendwie schaffte es „Spiegel Online“-Autor Keno Verseck dennoch, daraus einen Angriff auf Merkel zu basteln: Orbán werfe ihr „Nazi-Methoden“ vor, schrieb er. Angesichts der Faktenlage schwer nachzuvollziehen, aber die ungarischen Oppositionsmedien griffen es dankbar auf, und nun geistert die Geschichte, unter dem Titel „Orbán wirft Merkel Nazimethoden vor“ durchs Internet.

Was ist die „Faktenlage“ von der Herr Kálnoy spricht? Weiterer Auszug aus seinem Artikel:

Die Kanzlerin, so will es der Wahlkampf, war gezwungen, so reagieren: Man sollte nicht immer gleich „die Kavallerie schicken“, sagte sie in Anspielung auf Steinbrücks einstige militaristische Rhetorik gegenüber der Schweiz (da war es um Steuerfragen gegangen). Ein Ausschluss Ungarns bedeute, dass man danach keinen Einfluss mehr auf das Land habe. Ihre Regierung wolle auch weiterhin alles tun, um auf Ungarns europäische Vertragstreue zu achten, und im übrigen habe Ministerpräsident Viktor Orbán ihr wiederholt zugesichert, dass er sich an bindende EU-Urteile halten werde.

Harmlose Aussagen fachen medialen Sturm an

So weit, so unaufregend. Doch dann wurde Orbán daheim gefragt, was er denn von diesen Bemerkungen halte. Daraus wurde ein Musterbeispiel dafür, wie aus an sich harmlosen Aussagen ein medialer Sturm angefacht werden kann. Es sei wohl wirklich besser, wenn die Deutschen die Kavallerie im Stall ließen, sagte der ungarische Ministerpräsident (und gab damit Merkel recht).

Denn die Kavallerie sei ja schon einmal in Ungarn gewesen, in Form deutscher Panzer. „Es hat damals nicht geklappt, und es würde auch diesmal nicht klappen“, sagte er. Und zielte damit klar auf Steinbrück, zu dessen Markenzeichen der Satz mit der Kavallerie gehört.

Also geht es um Steinbrück und nicht um Merkel. Der Welt-Autor führt noch weitere Beispiele auf, bei denen deutsche Medien Schützenhilfe für die ungarische Opposition gegeben haben. Es bleibt also die Frage: Fehlinterpretation des Spiegel-Autors oder bewusste Simmungsmache? [Stimmungsmache! Siehe Nachtrag unten.] Der Deutsche muss weiter auf der Hut bleiben, was „seine“ Blätter schreiben.

Nachtrag, 21. Mai
Das mit dem „Sturm im Wasserglas“ bewahrheitet sich. Außer dem Spiegel sprang bisher keine weitere Netzausgabe irgend einer großen Zeitung an. Der „Nazi-Vergleich“ bleibt fast nur beim Spiegel ein „Nazi-Vergleich“ – in drei Artikeln! Allerdings eben dadurch nur „fast“. Im letzten Artikel „Deutsche Reaktionen auf Nazi-Vergleich: Vereint gegen Orbán“ wird wieder die „linke“ „Volksfront-Rethorik“ bemüht: Die „Fremdherzigen“ aus verschiedenen Parteien (FDP, Grüne, SPD und der Herr Polenz) hier zu Lande, nutzen die Gelegenheit Frau Merkel und die Union über den Umweg „Ungarn“ zu diskreditieren. Nach dem Motto: „Mit so einem gibt die sich ab“. Wie gesagt, diese Verunglimpfung baut auf einer Falschaussage auf. Es ist dadurch eben nicht Ungarn das sich in die Isolation treibt, sondern dieses Konglomerat aus radikalliberalen und fanatischen Sozialdemokraten das durch Verunglimpfungen, Drohungen und Übertreibungen Ängste gegenüber den Ungarn schürt. Es zeigt, dass diese Medien (und die üblichen Politiker), die sonst auf „kultursensible“ Berichterstattung (Zum Beispiel bei nationalisitschen Ausfällen des türkischen Premiers Erdogans) stehen und andere Medien wegen ihres „Griechenland-Bashings“ (Deren Bevölkerung tatsächlich „Hitler-Vergleiche“ bemüht) o.ä. anklagen, in diesem Fall die gleichen Methoden verwenden, weil es ja im Sinne ihrer Ideologie ist.

Ich kann gar keine Gitarre spielen. Trotzdem erlaube ich mir, folgendes Stück als „Kunst“ zu bezeichnen 😉

Der YouTube-Nutzer RididulousBehaviour kommentiert das Video nur mit:

„dieses video macht mir angst“