Ungeliebte deutsche Truppe

In einem langen und sehr ausführlichen Artikel beschreiben Ulrich Exner, Miriam Hollstein und Simone Meyer in der Welt Online das Bild der Bundeswehr im Volk. Der Artikel lässt wirklich keine Unverschämtheit, keine Beschimpfung und keine Forderung irgendwelcher „Friedensaktivisten“ (Die aber gerne militärische Friedenseinsätze befehlen) aus, die das Ansehen dieser deutschen Armee geschwächt und auch ihr Selbstverständnis gebrochen hat.

Obwohl ich mich den Ausführungen anschließe, muß ich doch ansprechen das dieser Artikel auf etwas überhaupt nicht eingeht: Die dunklen Seiten. Kein Wort über unsinnig-menschenverachtende Rituale in der Truppe, kein Wort über unschuldige zivile Opfer und kein Wort über fette, unfreundliche Soldaten die Bierkästen durch Züge schleppen.

Es sind diese Argumente die immer wieder gegen die Soldatinnen und Soldaten ins Felde geführt werden. Diese gilt es nicht nur zu entkräften sondern durch das Tun der Betroffenen zu widerlegen. Für alles andere muss die Politik und auch jeder einzelne Bürger ran: Anerkennung muss sich ausdrücken können. Blicke nach Großbritannien und Frankreich können helfen. Der Gedanke an einen „deutschen Militarismus“ (Abseits von „Bravo Bundeswehr-Adventure-Camps“) ist unter den Zeichen der Demokratie für unsere europäischen Nachbarn sicher weniger bedrohlich, als es manche „Soldaten sind Mörder“-Schreier zur zeit noch beschwören.

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