Der Spiegel verbreitet „Rassismus“

Wie der „Antirassismus“ „Rassisten“ schafft und die berühmt-berüchtigte Vielfalt mit Volkstum Hand in Hand gehen kann.

„Oh nein! Nein, nein, nein, NEIN! NICHT SCHON WIEDER!“ Cundars Hand verkrampft sich um seine Tasse. So sehr, dass der frische Grüntee beinahe überschwappt. Vor ihm liegt die aktuelle Ausgabe des Spiegels. Darin der Artikel „Singen, tanzen und erpressen“, eine Reihe von Kurzinterviews mit Menschen, die „rassistisch diskriminiert“ wurden.

Als Aufmacherbild sieht man einen kleinen schwarzen Jungen der mit einer Mischung aus Erbarmungswürdigkeit und Vorfwurf in die Kamera schaut. Zum Teil bedecken schwarze Locken  die modische Brille. In der rechten Hand hält er einen weißen Teller in dessen Zentrum ein Negerkuss, politkorrekt: Schokokuss, platziert wurde. Er trägt ein gelbes Hemd auf dem eine schwarze, nach oben zeigende und geballte Faust gedruckt ist. Um das Handgelenk schlängeln sich die afrikanischen Farben rot-schwarz-grün.

Cundar schnaubt vor Wut, das Herz rast und die Schlefen fangen das Pochen an. Er liest weiter. Wieder die gleichen Geschichten, alle schlimm aber immer wieder das gleiche: Arroganz, fehlendes Einfühlungsvermögen und Bestätigung des eigenen Fremdseins.

Ich muss die Lektüre unterbrechen – Gott sei Dank – und richte das Mittagessen für meine Schwester her. Kurzes Essen, kurzes Gespräch, anschließend Küche aufräumen und dann Weiterlesen.

Wiederholungen in verschiedenen Facetten – bis zur Spitze: zwischen den ganzen Alltagsrassismus-Geschichten: ein Holocaust-Überlebender. Er erzählt aktuelle Erlebnisse, die Vergangheit wird nur angegrissen. Doch die Holocaust-Education schlägt bei mir an: „Schau hin du Deutscher, die hier abgebildeten Menschen könnten auch längst in einem Zug in ein Vernichtungslager sitzen. Und du allein bist schuld.“

Wir wissen das es immer noch solche Ar***löcher (Ich verwende das nicht nur als Schimpfwort, sondern habe eine sehr genaue Definition hiervon) gibt, die sich das tatsächlich wünschen aber sind wir in der gleichen Situation wie 1933? Nein! Lächerlich. Peinlich. Manipulativ.

Ich habe alle Geschichten gelesen. Und entschließe mich zu schreiben. Denn es sind diese fadenscheinigen Pseudo-Aufklärungsartikel die mich nicht mehr Mitfühlen lassen sondern abhärten. Die mich verachten lassen, als Trotzreaktion auf den Versuch mich belehren zu wollen, in dem aus solchen Geschichten und „antirassistischer Aufklärung“ ein geistiges Prozedere wird, das sich für mich anfühlt wie wenn mein Kopf unter Wasser gedrückt wird und erst wieder hochgezogen wird, wenn ich kurz vor’m Ersticken bin.

Warum? Das Aufmacherbild. Die ganze Symbolik schreit nach „Black Pride“. Man stelle sich vor man hätte einen blonden, weißen und blauäugigen Bub in schwarzen Hemd auf dem sich eine weiße Faust befindet, um deren Handgelenk sich die Farben schwarz-weiß-rot oder schwarz-rot-gold schlingen, als Aufmacher zu einem Artikel mit dem Namen „Ich wurde von Minderheit XYZ geboxt“ gezeigt. Auf dem Teller liegt dann natürlich eine Kartoffel.  Wie wären wohl die Reaktionen?

Zugegeben, der Spiegel-Artikel war nur der Aufhänger um das hier zu schreiben. Ein Höhepunkt am Ende vieler Sticheleien. Seit dem ich mich mit dem „Antirassismus“ befasse, sehe ich nur wie er Missverständnisse, Ängste und Vorurteile zwischen Einheimischen und „Fremden“ festmacht, um sie als moralisches Werkzeug der Dekonstruktion gegen das einheimische Volkstum zu verwenden. Er verhindert ein Zusammenwachsen, Zusammenfließen sowie eine Verheinheitlichung. Der Deutsche mit türkischen Wurzeln wird mit dem bescheurten Begriff des Deutschtürken beschrieben, der schwarze Deutsche wird plötzlich zum Afrodeutschen, obwohl er vielleicht noch nie in seinem Leben in Afrika war, usw. Plötzlich sind wir Gesellschaft, Communities und Minderheiten aber kein Volk mehr. „Volk ist reaktionär! Das braucht keiner mehr! Erkenne endlich die Wahrheit und Vielfalt der pluralen, multikulturellen und bunten Gesellschaft!“ schmeist man mir entgegen.

„Was ist an einem Volk nicht vielfältig? Schaut euch an, wie viele Dialekte und Bräuche in den verschiedenen „Stämmen“ des deutschen Volkes existiert! Der Reinlichkeitsquatsch der Nazis und ihrer Vorgänger ist vorbei, war nicht wahr und mit den Resten werden wir noch fertig. Also tu nicht so, als wäre das der einzige Volksbegriff! In all dieser Vielfalt eines Volkes liegt ein feiner Hauch des Zusammenhangs, des Zusammgehörens – des aufeinander-beziehens, des damit Deutschen. Ist es nicht so, dass du schon so stumpf und herzlos bist, dass du diesen Hauch und diese Zartheit nicht mehr erkennst? Das du mit Vielfalt doch nur die abstoßende Zerrissenheit und den tobenden Konflikt meinst, der deine Oberflächlichkeit reizt? Oder bist du so engherzig, dass du dir alle Kulturen an diesen einen Fleck wünschst, weil dir langweilig ist, da dir die Tiefe einer Kultur nicht mehr reicht und du zu faul zum entdecken bist? Deine Vielfalt ist Frankensteins Monster. Meine ein lebendiges, geborenes und gesundes Wesen.“

Die fremden Identitäten werden verfestigt, bestärkt und in Stellung gebracht gegen das Einheimische. Somit geht es auf einmal nicht mehr gegen Leute die Mobben, die Ar***löcher sind, gegen billige Vorurteile und Verunglimpfung sondern gegen „Rassismus“. Er wird zur billigen Erklärung für den Neuen in Deutschland, sich nicht mit dem Fremden (also dem Deutschen) zu befassen. „Die anderen sind schuld!“ ist sein Motto. Ohne es zu merken wird der Antirassist zum Werkzeug für Menschen die Deutschland, Europa oder andere „weiße“ Dinge hassen. Die sich an allem Verächtlichen und Schlechten reiben und im wilden Antigeist der Aufstachelung meinen, die Lösung gefunden zu haben.

Ich danke Gott und den Vorfahren dafür, dass ich in einem Umfeld aufwachsen konnte, in dem sich die fremdherzigen, destruktiven Wissenschaften mit ihrem Tross aus Journalisten und Aktivisten –  genauso wie ausgrenzende Reinheitsfetischisten – nicht austoben konnten, (Achtung jetzt wirds pathetisch!) in dem ich mit negriden, germanischen, arabischen, asiatischen, slawischen und Angehörigen anderer „Rassen“  als fränkische „Stammes- und deutsche Volksgenossen“ groß wurde und noch befreundet bin.  In dem sich Unterschiede in echter Vielfalt vereint haben, ohne das Deutsche „bezwingen“ zu müssen. Sie haben Verwandschaft in anderen Ländern aber ihr Herz und Wurzeln sind hier. Es sind großartige Menschen.

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