Politische Rechte in Jugendbildungsstätte Ludwigstein: Wenn die „Alternativen“ Konkurrenz wittern.

Da ich aus der katholischen Pfadfinderbewegung komme, war ich über diesen ganzen Sachverhalt mehr als erbost: Ein freier Journalist schreibt einen Artikel, an dessen Ende die Jugendbildungsstätte Ludwigsstein dasteht wie eine halbe Nationalpolitische Bildungseinrichtung der Nazis. Prompt wird die staatliche Förderung zum Teil eingestellt, wenigstens die laufenden Kosten waren davon nicht betroffen. Was mich vor allem wieder umtreibt, ist die offensichtliche politische Ausrichtung des Autors  des Denunziationsartikels, Jesko Wrede. Dieser ist laut Twitter: „Freier Journalist, Sozialpädagoge. Schwerpunkt: Rechtsextremismus und andere menschenfeindliche Einstellungen, Wohnungslosigkeit, soziale Gerechtigkeit“ und auch selber beim Bund der Pfadfinderinnen und Pfadfinder (BdP) aktiv. Ich weiß nicht wie viele Typen (Journalist, irgendwas Soziales, Rechtsextremismus-Experte etc.) es vom Schlage eines Herrn Wrede gibt aber was sie eint, ist die zielgerichtete Manipulation der Öffentlichkeit unter dem Label „Experte“ als Journalist oder Wissenschaftler, obwohl es sich schlichtweg um klassische politische Aktivisten handelt. Diesen Menschen geht es darum die Welt zu verbessern und wer den Ansprüchen für diese bessere Welt nicht entspricht, muss weg. In diesen Fall hat es das Bildungshaus getroffen. Weil diese nämlich – zurecht, wie ich finde – an rechtsstaatlichen Prinzipen festhält und die Bezeichnung „völkisch-nationalistische Gruppen“ als „undefiniert“ bezeichnet (Der dem Thema geneigte Leser weiß was in welcher Definition das manche Aktivisten benutzten: schlichtweg unsere aktuelle Lebensart.) und an ihrem „öffentlich-rechtlichen Bildungsauftrag“ festhält, steht sie in direkter Konkurrenz zu den emanzipatorischen, antibürgerlichen, antinationalen, antideutschen und sozialistischen Zielen vieler selbsternannter Linker, die doch am liebsten lieber heute als morgen das komplette Erziehungswesen gleichschalten möchten um deren vordefinierte Begriffe von „Toleranz, Buntheit, Offenheit“ in die Köpfe von Kindern einzupflanzen. Klingt gnadenlos übertrieben aber am Ende läuft es eben doch darauf hinaus. Dieser Herr Wrede hat nun einen Artikel geschrieben, in dem alles vorkommt: Rechtsextreme die die Burg besuchen, Neurechte wie z.B. Herrn Kubitschek und Besucher die anderen Besuchern hinterher rufen, das diese früher „vergast worden wären“. Erschienen ist dieses Pamphlet bei dem ach so seriösen „Störungsmelder“-Blog von Zeit-Online. Wer in diesem Blog behandelt wird ist laut Blog-Untertitel ein Nazi, dieser lautet wie bekannt: „Wir müssen reden. Über Nazis.“. Nun mag man meinen, dass Herr Wrede doch nur Tatsachen aufzählt. Doch auch in einem Phoenix-Video über den Meissner 2013, erklärt er, warum rechte Bünde von der Jubiliäumsveranstaltung ausgeschlossen wurden: wegen „völkisch-nationalistischer“ Gesinnung. Diese seien zwar keine staatsumstürzlerischen Neonazis aber als Intellektuelle erfüllen sie eine gefährliche Scharnierfunktion und müssten daher ausgegrenzt werden. Ohnehin: Ausgrenzen scheint ein Spezialgebiet von ihm zu sein. Auf seinem Blog „Rechte Jugendbünde“ gibt es eine ganze Reihe von Denunziantsartikeln, nicht nur über echte Neunazis, sondern eben auch von einfacheren Gestalten, die nicht politisch gleichgesinnt sind. Ergo: Dieses Differenzieren ist nur zur Beruhigung einiger Liberaler, die Geisteshaltung bleibt: Wer nicht passt, muss weg. Der Leiter der Jugendbildungsstätte hat den Fall bereits kommentiert und natürlich wurde dieser Kommentar noch nicht auf der Störungsmelder-Seite veröffentlicht. In diesem Kommentar heißt es: „… Wrede spricht Kindern und Jugendlichen der von ihm kritisierten Bünde die Demokratiefähigkeit ab und erklärt sie zu einer Gefahr für unsere Gesellschaft. “Völkisch” heißt seine Schublade und ausgrenzen seine Lösung. Ich sage, Bildungsarbeit muss allen jungen Menschen offen stehen. Kriterium ist nicht, ob die Eltern rechts oder links sind, sondern ob die Gruppen und ihre Mitglieder die klaren Regeln unserer Jugendbildungsstätte als Treffpunkt aller demokratischen Jugendbünde akzeptieren. Wir haben mit diesem Vertrauensvorschuss gute Erfahrungen gemacht. Angst ist keine Kategorie meiner Pädagogik. Unsere res publica hat stärkere Argumente und jeder junge Mensch hat das Recht, sie zu erfahren.“ Amen dazu, von meiner Seite. In einer ausführlichen Stellungnahme entkräftet die Einrichtung  alle Anschuldigungen, die Polizei verneint rechtsextreme Aktivitäten auf der Burg und selbst auf der Netzseite der Hessische/Niedersächsische Allgemeinen wird der Artikel von Wrede als „tendenziös“ bezeichnet. Mittlerweile meinen die Verantwortlichen das die Sache bald „aus der Welt“ sein wird. Es wird von einer „Kampange des Journalisten“ gesprochen. Der Punkt ist, dass der Artikel auf dem Störungsmelder jedoch wieder Motivation für die Gesinnungsgenossen von Herrn Wrede gewesen ist und der Autor selber wie eh und je weiter machen kann. Denn das ein Ministerium ohne Prüfung auf einen Artikel regiert hat – und damit rechtsstaatliche Grundsätze verletzt -, ist Motivation genug. Ich wünsche den Betroffenen „Gut Pfad“, viele Gäste aus allen Herrn Länder und schöne gemeinschaftliche Abende.

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