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Zeug

Wie vor einem Jahr angekündigt, habe ich mir jetzt die „Männer der Emden“ (Trailer auf YouTube) angesehen und habe festgestellt, dass auch niedrige Erwartungen enttäuscht werden können. In der Kritik werden wohl hin und wieder Schlüsselpunkte der Handlung vor weg genommen (Spoiler).

Die Geschichte eines Landungstrupps der mit ansehen muss, wie sein Schiff versenkt wird und anschließend am Anfang des ersten Weltkrieges durch die halbe Welt reist, um zurück ins deutsche Reich zu kommen ist wie gemacht für eine Verfilmung. Exotische Schauplätze, spannder Zeitpunkt und Hintergrund… Man stelle sich vor es hätte sich um einen amerikansichen Zerstörer gehandelt, die Welt wäre voll von Verfilmungen. Nun kam 2013 eine deutsche Verfilmung ins Kino, die ungeschnitten fast drei Stunden dauert.

Doch so weit ich mich erinnern kann, lief dieser Kinofilm in keinem der Kinos der zwei Städte in denen ich mich meistens aufhalte. Die Kritiken waren gemischt. Als er nun letztens endlich im Fernsehen kam, schlug ich endlich zu. Ab der zweiten Hälfte des Films dann mit einer halben Flasche Rotwein im Blut, um es besser ertragen zu können. Read More

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Jan Fleischhauer hat vor einiger Zeit dem Magazin NovoArgumente  ein Interview gegeben, dem man anmerkt, dass er in einer priviligierten Stelle untergebracht ist aber trotzdem wichtige Tips für „die da draußen“ hat:

[…] Was steckt hinter diesem Phantasma, das ja durchaus auch verschwörungstheoretische Züge trägt?
[Jan Fleischhauer, Anm. cundar] Das ist gewissermaßen das Spiegelbild zu den Bilderberger-Konferenzen, wo die Mächtigen zusammensitzen und unsere Geschicke bestimmen. Hier soll es nun die Elite linker Meinungsdiktatoren sein, die jeden vernünftigen Geist aus dem öffentlichen Diskurs zu eliminieren versucht. Solche Verschwörungstheorien machen sich immer gut, um vom eigenen Versagen abzulenken. Ist man, wie ich, gegen die Opferfigur auf der Linken, also gegen die Art, sich als Mitglied einer Minderheit darzustellen und daraus bestimmte Rechte und Rücksichtnahmen abzuleiten, kann man auf der anderen Seite nicht hingehen und genau das für sich verlangen. Indem sich die Konservativen in die Rolle des Opfers und der Ohnmacht einfinden – die übrigens wahnsinnig unsexy ist –, machen sie sich zum Spiegelbild dieser Art linker Minderheitendiskurse.
Die Frage ist nun, welchen Mehrwert man sich davon verspricht. Ein Mehrwert liegt offenkundig darin, dass man innerhalb der öffentlichen Debatte Anteilnahme findet. Wenn jemand seine Schicksalsgeschichte ausbreitet, dann sind wir darauf trainiert, erst mal ergriffen zuzuhören. Das funktioniert bei Sarrazin genauso. Er darf sich endlos darüber ausbreiten, was ihm angeblich alles Schlimmes widerfahren ist und das Publikum lauscht andächtig. Der zweite Mehrwert ist die Schuldverlagerung. Nichts ist entlastender als die Annahme, dass man für das eigene Unglück nicht selber die Verantwortung trägt. Wenn Sie zum Beispiel kein Gehör finden oder nicht publiziert werden, dann liegt das dieser Entlastungsstrategie zufolge nicht mehr daran, dass Sie vielleicht Ihre Gedanken nicht klar zu Papier bringen können oder einfach langweilig sind. Nein, es ist das linke Meinungskartell, das Ihren Auftritt vor der Öffentlichkeit sabotiert. Das ist genau die gleiche Figur, wie sie auf der Linken umgekehrt funktioniert. Da ist es dann eben das Patriarchat oder das System, das Sie daran gehindert hat, Ihre Wünsche und Hoffnungen, die Sie für ihr Leben hatten, zu erfüllen. […]

Ja, schrecklich „unsexy“ ist die Opferrolle, das Verstecken hinter einem „die anderen sind schuld“. Das es tatsächlich eine leicht gesteuerte Dynamik gibt, die bestimmte Meinungen recht schnell aus dem öffentlichen Diskurs herauskatapultiert, sollte aber auch Herr Fleischhauer erkennen aber – wie gesagt – hier meine ich feststellen zu können, dass er da etwas im Elfenbeinturm gefangen ist. Nichts desto trotz ist seine Feststellung recht erfrischend und manchen mir bekannten Bloggern nur zu empfehlen.

Da ich aus der katholischen Pfadfinderbewegung komme, war ich über diesen ganzen Sachverhalt mehr als erbost: Ein freier Journalist schreibt einen Artikel, an dessen Ende die Jugendbildungsstätte Ludwigsstein dasteht wie eine halbe Nationalpolitische Bildungseinrichtung der Nazis. Prompt wird die staatliche Förderung zum Teil eingestellt, wenigstens die laufenden Kosten waren davon nicht betroffen. Was mich vor allem wieder umtreibt, ist die offensichtliche politische Ausrichtung des Autors  des Denunziationsartikels, Jesko Wrede. Dieser ist laut Twitter: „Freier Journalist, Sozialpädagoge. Schwerpunkt: Rechtsextremismus und andere menschenfeindliche Einstellungen, Wohnungslosigkeit, soziale Gerechtigkeit“ und auch selber beim Bund der Pfadfinderinnen und Pfadfinder (BdP) aktiv. Ich weiß nicht wie viele Typen (Journalist, irgendwas Soziales, Rechtsextremismus-Experte etc.) es vom Schlage eines Herrn Wrede gibt aber was sie eint, ist die zielgerichtete Manipulation der Öffentlichkeit unter dem Label „Experte“ als Journalist oder Wissenschaftler, obwohl es sich schlichtweg um klassische politische Aktivisten handelt. Diesen Menschen geht es darum die Welt zu verbessern und wer den Ansprüchen für diese bessere Welt nicht entspricht, muss weg. In diesen Fall hat es das Bildungshaus getroffen. Weil diese nämlich – zurecht, wie ich finde – an rechtsstaatlichen Prinzipen festhält und die Bezeichnung „völkisch-nationalistische Gruppen“ als „undefiniert“ bezeichnet (Der dem Thema geneigte Leser weiß was in welcher Definition das manche Aktivisten benutzten: schlichtweg unsere aktuelle Lebensart.) und an ihrem „öffentlich-rechtlichen Bildungsauftrag“ festhält, steht sie in direkter Konkurrenz zu den emanzipatorischen, antibürgerlichen, antinationalen, antideutschen und sozialistischen Zielen vieler selbsternannter Linker, die doch am liebsten lieber heute als morgen das komplette Erziehungswesen gleichschalten möchten um deren vordefinierte Begriffe von „Toleranz, Buntheit, Offenheit“ in die Köpfe von Kindern einzupflanzen. Klingt gnadenlos übertrieben aber am Ende läuft es eben doch darauf hinaus. Dieser Herr Wrede hat nun einen Artikel geschrieben, in dem alles vorkommt: Rechtsextreme die die Burg besuchen, Neurechte wie z.B. Herrn Kubitschek und Besucher die anderen Besuchern hinterher rufen, das diese früher „vergast worden wären“. Erschienen ist dieses Pamphlet bei dem ach so seriösen „Störungsmelder“-Blog von Zeit-Online. Wer in diesem Blog behandelt wird ist laut Blog-Untertitel ein Nazi, dieser lautet wie bekannt: „Wir müssen reden. Über Nazis.“. Nun mag man meinen, dass Herr Wrede doch nur Tatsachen aufzählt. Doch auch in einem Phoenix-Video über den Meissner 2013, erklärt er, warum rechte Bünde von der Jubiliäumsveranstaltung ausgeschlossen wurden: wegen „völkisch-nationalistischer“ Gesinnung. Diese seien zwar keine staatsumstürzlerischen Neonazis aber als Intellektuelle erfüllen sie eine gefährliche Scharnierfunktion und müssten daher ausgegrenzt werden. Ohnehin: Ausgrenzen scheint ein Spezialgebiet von ihm zu sein. Auf seinem Blog „Rechte Jugendbünde“ gibt es eine ganze Reihe von Denunziantsartikeln, nicht nur über echte Neunazis, sondern eben auch von einfacheren Gestalten, die nicht politisch gleichgesinnt sind. Ergo: Dieses Differenzieren ist nur zur Beruhigung einiger Liberaler, die Geisteshaltung bleibt: Wer nicht passt, muss weg. Der Leiter der Jugendbildungsstätte hat den Fall bereits kommentiert und natürlich wurde dieser Kommentar noch nicht auf der Störungsmelder-Seite veröffentlicht. In diesem Kommentar heißt es: „… Wrede spricht Kindern und Jugendlichen der von ihm kritisierten Bünde die Demokratiefähigkeit ab und erklärt sie zu einer Gefahr für unsere Gesellschaft. “Völkisch” heißt seine Schublade und ausgrenzen seine Lösung. Ich sage, Bildungsarbeit muss allen jungen Menschen offen stehen. Kriterium ist nicht, ob die Eltern rechts oder links sind, sondern ob die Gruppen und ihre Mitglieder die klaren Regeln unserer Jugendbildungsstätte als Treffpunkt aller demokratischen Jugendbünde akzeptieren. Wir haben mit diesem Vertrauensvorschuss gute Erfahrungen gemacht. Angst ist keine Kategorie meiner Pädagogik. Unsere res publica hat stärkere Argumente und jeder junge Mensch hat das Recht, sie zu erfahren.“ Amen dazu, von meiner Seite. In einer ausführlichen Stellungnahme entkräftet die Einrichtung  alle Anschuldigungen, die Polizei verneint rechtsextreme Aktivitäten auf der Burg und selbst auf der Netzseite der Hessische/Niedersächsische Allgemeinen wird der Artikel von Wrede als „tendenziös“ bezeichnet. Mittlerweile meinen die Verantwortlichen das die Sache bald „aus der Welt“ sein wird. Es wird von einer „Kampange des Journalisten“ gesprochen. Der Punkt ist, dass der Artikel auf dem Störungsmelder jedoch wieder Motivation für die Gesinnungsgenossen von Herrn Wrede gewesen ist und der Autor selber wie eh und je weiter machen kann. Denn das ein Ministerium ohne Prüfung auf einen Artikel regiert hat – und damit rechtsstaatliche Grundsätze verletzt -, ist Motivation genug. Ich wünsche den Betroffenen „Gut Pfad“, viele Gäste aus allen Herrn Länder und schöne gemeinschaftliche Abende.

Ich fasse es nicht! Da spricht mal einer der Etablierten die Parallelen zwischen Faschisten und „68er ff“-Antifaschisten an und dann geschieht das noch in der Zeit Online!

Ich frage mich ob Herr Dr. Soboczynski weiß, auf was er sich da eingelassen hat?

„… Die Prüderie der Nachkriegszeit, die die Achtundsechziger als faschistische Kontinuität brandmarkten, war, so besehen, also etwas geradezu Gegenteiliges: nämlich eine Reaktion auf die sexuelle Entfesselung in der Nazizeit. Pädophiliefreundlich gesinnte Wissenschaftler wie Helmut Kentler, aber auch entsprechende politische Strömungen innerhalb der Grünen und der FDP – man muss sich die Pointe einmal deutlich vor Augen führen – propagierten ihr handgreifliches Anliegen im Fahrwasser einer fehlgeleiteten Prämisse: Es habe eine sexualrepressive Konstanz von nationalsozialistischer und biedermeierlicher Verklemmtheit der fünfziger und frühen sechziger Jahre gegeben, die es aufzubrechen gelte. Vor allem durch Erziehungsarbeit. …“

Klare Leseempfehlung des ganzen Textes!

http://www.zeit.de/2013/42/paedophiler-antifaschismus-kindesmissbrauch/komplettansicht

Seit einigen Tagen gehen Kommentare und Berichte durch die Medien, die sich dem Fall mehrerer ertrunkener Menschen im Mittelmeer vor Lampedusa angenommen haben. Jetzt sind auch die ersten politischen Forderungen von Nichtregierungsorganisationen und Parteien aufgetaucht: Die „Festung Europa“ sei zu öffnen, um dem großen Sterben (mehrere tausend Alte, Männer, Frauen und Kinder pro Jahr) im Mittelmeer gegenzusteuern. Zum anderen werden diese Forderungen zurückgewiesen und eine Konzentration auf die Bekämpfung von Schleuserkriminalität gefordert. Dabei wird eine hochgradig emotionalisierte Berichterstattung betrieben und die richtige, weitverbreitete Anteilnahme an den Opfer des Unglücks, in die Richtung gedrängt, die „Tore weiter zu öffnen“. Mit dieser Stoßrichtung und einigen Forderungen bin ich nicht einverstanden. Damit nicht deswegen nun wieder nur eine Meinung – die etablierte – im öffentlichen Raum herumschwabbt, hier noch meine Gedanken dazu. Wohlgemerkt: Gedanken, nicht grundsätzliche Ausführungen.

1. So schlimm und grausig die Sache ist: Mir (als Teil der europäischen Bevölkerung) die Schuld zuzuweisen ist absurd. Es war der Entschluss  dieser Menschen diese wahnsinnige Überfahrt zu wagen. Sie tragen damit auch die riesigen Risiken. Wie stellen sich die Menschen das denn vor wenn sie „Rübermachen“? Sie geben zweilichten Gestalten Geld, lassen ihre Volksgenossen im Stich denen es ähnlich schlecht geht wie ihnen (was oft verständlich ist, da es „Volksg.“ dort nicht gibt) und wandern eben nicht legal aus, sondern drängen sich uns auf in dem sie sich von Verbrechern in eine bewusst gefährliche Lage setzen lassen und unsere Menschlichkeit herausfordern. Der „Flüchtling“ wird hier zum Erpresser, die Gnadengeste der Flüchtlingsfürsorge wird hier grob missbraucht. Die christliche Nächstenliebe und humanitäre Maßstäbe halten mich an, das mir das nicht egal ist aber ich bin auch nicht so unvernünftig die „Vielgestalt des Teufels“ in diesem Sachverhalt zu erkennen. Und wenn der Papst sagt, dass wir etwas gegen die „Kultur der Gleichgültig“ tun sollen, dann erinnere ich an den Grundsatz: „Liebe deinen Nächsten, wie dich selbst.“ In diesem Verständnis hapert es in Europa, da wir ihn zu sehr im weltlichen „Ersatz“ von kollektiver Selbstverachtung („White guilt“) oder Hedonismus ersaufen lassen, wie den afrikanischen „Flüchtling“. Davon abgesehen mühen sich betroffene Anwohner, Organisationen und staatliche Hilfstellen diesen Armen zu helfen. Was mich zum zweiten Punkt bringt.

2. Wir sollen mehr „Flüchtlinge“ aufnehmen? Wie viele sollen es denn sein? 10.000, 50.000 oder doch 1. Millionen? Afrika ist ein Hort von unzähligen Konflikten, Kriegen, Seuchenherden, Katastrophengebieten und Elendszonen… Viele Gründe zu fliehen, wie einst viele Europäer auch vor einigen Jahrunderten. Genauso ist es ein Ort, alter Kulturen, stolzer Völker, vieler Heimaten, bezaubenderer Landschaften und großer Lebensräume. Im Angesicht einer wachsenden Bevölkerung,  auch ein Heim vieler Zukunften. Es mutet lächerlich und nicht nachhaltig an, wenn wir jetzt den „Hilfe-Erpressern“ und Schleuserbanden noch mehr Anlässe geben, verzweifelte Menschen aus ihren angestammten Lebensräumen zu reißen und in ein überbevölkertes aber aussterbendes Europa zu setzen und damit nicht nur Hoffnungen sondern auch Enttäuschungen und neues Elend zu improtieren. Die Reihe von Menschen die Hilfe in Anspruch nehmen können soll, wenn es nach den aktuellen Forderungen geht, würde nie abreißen und wohl auch zunehmen.  In der Realität funktioniert es eben nicht wie im Propaganda-Film „Elysium“ suggeriert: System ändern, Menschen wird geholfen und alles wird gut.
In weiten Teilen der afrikanischen Völker hält sich die Vorstellung, in Europa falle der Wohlstand vom Himmel, wie sich in europäischen Völkern die Grundannahme hält, Afrika wäre ein einziges „Shit-hole“ – was beides grundfalsch ist.
Es hilft nichts, das Lösungsraster engt sich ein: Es sollte sich darauf konzentriert werden, dass Afrika zu dem lebenswerten Ort wird, der er sein kann. In diese Richtungen sind alle Anstrengungen zu lenken. Hier kann Europa auch wirklich seinen Teil leisten, in dem es die ausbeuterischen, korrumpierenden Griffel aus den Wunden im Körper Afrikas mit samt ihren europäischen und anders verorteten Wurzeln auslöscht. Auf umfassende und konsequente Weise: beim geistlosen Konsumenten, genauso wie bei der kapitalgeilen Firma. Anstatt nur „Nothilfe – die mit „weißer Schuld“ erzwungen/begründet wird – zu leisten, ist die Befähigung der afrikanischen Völker zu fördern, im Verbund von Tradition und Moderne ihren Lebensraum  besser erschließen zu können.  Anstatt nur die Wucherung zu bekämpfen, gleich ans Zentrum: nicht das Flüchtlingswesen fördern, sondern die afrikanischen Menschen, die dann eben nicht in Europa hängen bleiben und sich in einer pseudo-kosmopolitischen Scheinwelt arrangieren, sondern heimkehren: zum Heil ihrer Vaterländer und ihres Kontinents. (Einwanderung und Asyl wird es weiter geben.)  Das wäre gelebte Völkergemeinschaft mit Symbolcharakter für die Welt.

Die Erde lässt sich auch im Sinne gemeinsamer Anerkennung gestalten und als Heimat der menschlichen Spezies begreifen und be_leben. Die Einschmelzung Europas oder anderer Kulturkreise in einem Weltstaat ist dafür nicht notwendig.

Angela Merkel ist immer noch Bundeskanzlerin der Bundesrepublik Deutschland und wohl eine der geachtetsten Politikerinnen im westlichen Kulturkreis.

Ein Frau, die als kühl, träge und entscheidungsarm gilt – und genau dadurch ihre „unglaubliche“ Macht sichert. Nachfolger und Konkurrenz ist nicht in Sicht.

Als Staatsoberhaupt und – nach dem Bundespräsident – oberste Repräsentantin unseres Volkes, kann man nach einer quasi gewonnen Wahl erwarten, dass sie sich mit ihren Volksgenoss*innen [Ich liebe diese Sternchen *hüstel*], die sie gewählt haben gemein erklärt. Dafür gibt es – in glaub ich so ziemlich jedem Land der Erde – ein einfaches, billiges und beliebtes Ritual: Man schwenkt die Landesflagge.

Vom Bettler bis zum Millionär kann man so neben seinem Menschsein, seine Verbundenheit in seiner Volkszugehörigkeit ausdrücken und ein wohliges Gefühl gegenseitiger Akzeptanz ausstrahlen und gemeinsam gegen Ungerechtigkeit vorgehen. Die Deutschen haben das im Jahr 2006 auch wieder herausgefunden: im Sport.

Die Deutschen? Nein, wir alle sind verschieden, manche machen nicht mit.  Vor allem in der Politik gilt man schnell als bekloppt wenn man Deutschlandflaggen schwenkt.
Darunter auch unsere Bundeskanzlerin [Video unten]. Das sie durch das ignorieren dieser einfachen Geste faktisch sagt „Ihr seit mir alle herzlich egal!“ weiß wohl jeder andere Staatschef – sie leider anscheinend nicht.

„Moment, sie macht das doch nur, weil es um die Wahl ihrer Partei ging, nicht um Deutschland. Das muss man akzeptieren.“ Das ist in der Tat ein Grund zu sagen „Dann hat sie ja richtig gehandelt…“

Aber die angewiderten Züge in ihrem Gesicht sprechen Bände.

Mit dieser Geste hat sie den Charakterzug der Merkel-CDU wunderbar verkörpert: menschlich-kalt, arrogant, unpatriotisch und nur im Geschäftssinn von Fröhlichkeit ergriffen.

Das bestürzt mich sehr.

P.S.: Einige Kommentare unter dem Video erklären, warum mancher nicht die Flagge schwenken will: Er würde ja sagen, dass er zu diesen ganzen  bekloppten Kommentatoren gehört. Ich möchte es anders formulieren: Auch die Bekloppten gehören zu uns. Es ist die Frage ob wir sie gewähren lassen… Es gibt deswegen keinen Grund „Nein!“ zu Flagge zu sagen.

Der Aufkleber der Jugendorganisation der Linken „ `solid“ amüsiert mich immer wieder aufs neue.
(Hier ein Foto davon, bei der Fotocummunity.) Herzallerliebst. Ja, die Lippen eines geliebten Menschen sind wohl rund um die Welt ein unbeschreiblich verbindendes, intimes Zeichen der Liebe. Und da für den „Linken“ die Nation überwunden ist und der entfremdende Kapitalismus ausgeblendet wird, kann man sich auf diese „menschlichen“ Dinge konzentrieren.

Doch, ach, Deutschland ermöglicht es uns doch zu küssen! Die auf dem Aufkleber gezeigten küssenden homosexuellen Pärchen wären vor 50 Jahren zwar auch noch in der BRD und DDR eingesackt worden, doch in anderen Ländern hätten sie auch heute noch ein schweren Stand – oder gar keinen, weil sie sofort aufgeknüpft werden würden. Auch das heterosexuelle Pärchen könnte in anderen Teilen der Welt nicht so frei miteinander umgehen, ohne das die örtliche„Moralpolizei“ zuschlagen würde.
Über das persönliche Küssen sollte man also nicht das Gemeinwesen vergessen, das es uns ermöglicht so frei zu verfahren. Und dieses Gemeinwesen heißt in diesem Fall: Deutschland.

Bei mir ruft dieser Aufkleber daher immer nur in Erinnerung, wie sehr sich diese Menschen im Kampf gegen die Entfremdung, selber von den natürlichsten Dingen entfremdet haben: Hedonismus begründet mit dem Hass auf Kaptialismus und Nation, geschickt verkleidet als „internationale Solidarität“.